Pfarrgeschichte

Die Pfarre Aschbach ist Urpfarre! Erstmals wird Aschbach urkundlich im Jahre 823 erwähnt, als Kaiser Ludwig der Fromme eine mündliche Gebietszusage seines Vaters, Karls des Großens, dem Bischof von Passau bestätigt. Als man die erste christliche Kirche baute, verwendete man mit Sicherheit die Baureste eines römischen Hauses, vielleicht Tempels. Funde in der Kirche und in der näheren Umgebung sind Beweise. Als Pfarrpatron fungierte damals häufig der Hl. Martin. So auch in Aschbach. Der Seelsorgsbezirk erstreckte sich von Aschbach aus nach Süden beiderseits des Ybbsflusses bis zur „karinthischen Scheide“ (heute Hochkar).

Nach der Gründung des Stiftes Seitenstetten 1112 wurde die Pfarre Aschbach 1116 als Lebensgrundlage dem neuen Kloster unterstellt, wehrte sich aber über Jahrhunderte, bis sie letztlich im Jahre 1520 durch eine Notariatsurkunde in den Besitz des Stiftes kam.

Die Reformation traf auch die Pfarre Aschbach mit voller Wucht. Viele Bürger huldigten der neuen Religion, ja und selbst die Priester traten über, heirateten und versorgten mit den eingenommenen Geldern eher sich als die Pfarre. Nach rund hundert Jahren schließlich siegte die Gegenreformation durch den Druck des Herrscherhauses Habsburg. Nun kehrte wieder seelsorgliche Ruhe ein, die zwar noch einmal durch die Türken und ein weiteres Mal durch die Pest gestört wurde. Kontinuierlich wurde das Pfarrleben durch gute Priester sowohl pastoral als auch baulich – Barockisierung unserer Kirche – auf gute Fundamente gestellt. Doch die Barockzeit führte auch zu Übertreibungen im kirchlichen Leben (barocke Frömmigkeit), die durch die josefinischen Reformen wieder beseitigt wurden. Die kontinuierliche Ausgestaltung der Kirche – das Kircheninnere hatte bereits sieben Altäre – wurde durch das Revolutionsjahr 1848 abrupt unterbrochen (Wegfall des Kirchenzehent).

Eine letzte große bauliche Veränderung geschah um die Jahrhundertwende 1900. Alles Barocke wurde entfernt und durch Neugotisches ersetzt: drei Altäre, Kirchenfenster, die Ratsherrenstühle, die Kanzel, der Kreuzweg, sechs neue Heiligenfiguren; der Turm mit neuem Kupferdach versehen, die neue Kirchenstiege errichtet.

Im großen und ganzen ist diese Einrichtung bis heute erhalten geblieben, obwohl der Zeitgeist des 20. Jahrhunderts, „die neue Sachlichkeit“, auch schon wieder daran kratzte: Der linke Seitenaltar, die Ratsherrenstühle und die Kanzel „verschwanden“. 

Zuletzt wurde die Kirche 1995 außen und innen geschmackvoll renoviert. 

Foto-Erinnerungen an P. Theodor Greindl (1944-2017)

Foto-Erinnerungen an P. Gregor Ortner (1931-2017)

Aktuelles

Auftritt von Musica Aspacensis im ORF am 12.12.2019 um 19 Uhr in der Sendung "Niederösterreich Heute" auf ORF II!

15.01.2020 Modeschau