Ausstattung Pfarrkirche

 

Volksaltar

Volksaltar und Ambo (1995) aus beigem Marmor greifen die Motivik der Langhauspfeiler auf.

Der spätbarock-klassizistische Aufbau der Kanzel stammt wie der Hochaltar von Anton Paumgartner (1793).

Der Kanzelkorb über flacher Volutenkonsole zeigt im Mittelfeld das Relief „Guter Hirte", im Spiegel des Schalldeckels die „Heilig-Geist-Taube". Auf dem aus vier Voluten bestehenden Aufsatz steht als Bekrönung ein Putto mit Kreuz.

Kanzel

Orgel

Die während des ersten Weltkrieges (1915) von Johann Lachmayr gebaute pneumatische Orgel erweiterte Ludwig Mayrhofer auf 11 klingende Register (1924). Das in drei Felder gegliederte Orgelgehäuse ist von geschwungenen Gesimsen und zarten Schleierbrettern umrahmt.

Der kelchförmige, achtseitige Taufstein aus Sandstein (17. Jahrhundert), der einen kräftigen Balusterfuß aufweist, hat seinen bevorzugten Platz vor dem gotischen Spitzbogen des ehemaligen Sakristeiportals.
Darüber sieht man eine bunt gefaßte Christophorus-Statue (1960/70).
 Taufbecken

 

Die zart farbigen Glasfenster bestehen durchwegs aus rechteckigen Scheiben mit breiter Randborte, im nordwestlichsten Fenster des Altarchores finden sich zusammengefügte Reste gotischer Scheiben mit Architekturmotiven.

 

Am Scheidbogen befindet sich die polychromierte, ca. 90 cm hohe frühbarocke Statue „Madonna mit Jesuskind". Über einer barocken Konsole steht Maria auf Wolkenbank und Mondsichel, sie trägt eine schlanke Krone auf dem Haupt und ein Szepter in der Rechten. Das Jesuskind hält eine Weltkugel mit Kreuz in der Linken (ca. 1640).

 

Aus der Bildhauerwerkstatt von Ferdinand Stuflesser in Gröden wurden nicht nur die vier Statuen auf den beiden Seitenaltären, sondern auch ein Kruzifix und vier neugotische Statuen von 1893 angeschafft. Das beeindruckende Kruzifix, dessen Korpus mit weißem Lendentuch ca. 130 cm groß ist (1891), hängt an der rechten Presbyteriumsseite.

 

Thematisch zusammengehörig sind die Figuren „Hl. Anna mit Marienkind" und „Hl. Josef mit Jesuskind" im rechten Seitenschiff, die Statuen „Herz Jesu" und „Herz Mariä" gegenüber im linken Seitenschiff angebracht (1893).

Hl. JosefHl. Anna Herz JesuHerz Mariä

Das Kirchengestühl in neobarocken Formen stammt aus dem Jahr 1928.
Die vierzehn spätbarocken Kreuzwegbilder (85 x 64 cm) in flachprofilierten Eichenrahmen werden der Schule von Franz Anton Maulpertsch zugeordnet (ca. 1780).

Unter den liturgischen Gefäßen verdienen ein barocker Kelch („Gussmann-Kelch", um 1720/30), eine frühbarocke Monstranz (um 1630) und ein Stephanusreliquiar (1735) genannt zu werden.

Kelche

Die Glocken wurden wie in vielen Pfarren 1917 abgenommen, aber schon 1923 durch ein neues Geläute ersetzt.

(Foto Glockenweihe 1923) 

Glockenweihe 1923

Doch bereits 1942 fielen die Glocken dem Rüstungswahn des Krieges zum Opfer. Seit 1947 hat Biberbach fünf neue Bronzeglocken, die in der Glockengießerei St. Florian gegossen wurden:
Relief Hl. Stephanus (Ton F), 997 kg
Relief Herz Mariä (Ton G), 727 kg
Relief Hl. Josef (Ton B), 413 kg
Relief Hl. Florian (Ton C), 291 kg
Relief Christus am Kreuz (Ton D), 211 kg (Totenglocke)

(Foto Glockenweihe 1947)

Glockenweihe 1947

 

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