Flüchtlingshilfe Archiv

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5 Jahre Initiative Flüchtlingshilfe
der Pfarre Böheimkirchen

Der Leitspruch für unser Engagement war folgendes Bibelwort:

„Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ Mt 25,43

 

Im August 2014 haben vier Personen (Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarre Böheimkirchen) eine Initiative für Flüchtlinge begonnen.
Wir wussten, wir müssen etwas tun.
Wir wussten, wir können nur unsere Talente und Möglichkeiten einsetzen.
Wir wussten uns von unserem Glauben gefordert und getragen.


Wovon waren wir ausgegangen:

  • Wir suchen Wohnraum für Menschen in extremen Verhältnissen nach der Flucht!
  • Der Mietpreis einer Standardwohnung ist für Flüchtlinge nicht finanzierbar, daher müssen wir günstigere Angebote finden.
  • Flüchtlinge haben kein Geld, außer dem, welches ihnen von der Republik Österreich zur Verfügung gestellt wird. Das reicht nur für das Nötigste!
  • Es geht um Menschen die alles verloren haben (Haus, Wohnung, Auto, Beruf, Schule und andere alltägliche Dinge) besonders aber ihnen nahstehende Menschen, von denen ein Teil noch im Kriegsgebiet leben oder zu Tode gekommen sind.
  • Für die Menschen muss hier erst wieder „Normalität“ einkehren!
    Problem der Traumatisierung!
  • Die Menschen verfügen über keine deutschen Sprachkenntnisse! Überwiegend auch nicht englische.

Was können und wollen wir tun?

  • Wir versuchen,  leistbaren Wohnraum zu finden oder zu schaffen.
  • Wir nehmen dankbar günstige Angebote wahr.
  • Wir würdigen entsprechend solche Angebote.
  • Wir unterstützen bei der Ausstattung der Wohnung.
  • Wir begleiten die Menschen,  wo sie uns brauchen und ziehen uns zurück,  wenn unsere Hilfe nicht mehr nötig ist. (Subsidiarität)
  • Wir wollen Harmonie zwischen Vermieter und Mieter.
  • Wir wollen gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und vor allem Wohlwollen.
  • Wir wollen die Menschen annehmen wie sie sind.
  • Wir wollen, dass sich die Menschen hier wirklich willkommen fühlen.
  • Wir wollen, dass die Menschen hier auch in Diskretion leben können.
  • Für jede Familie gibt es eine Kontaktperson z. B. auch Nachbarn.

Wohnraum wurde in der Gemeinde gesucht, adaptiert und eingerichtet.
Durch vielfache Unterstützung der Gemeindebevölkerung konnte im Oktober 2014 eine Familie aus Syrien mit zwei Kindern in diese Wohnung einziehen. In einer weiteren Wohnung konnten wir eine Frau aus der Ukraine unterbringen. Das war der Beginn! Wir pflegten regelmäßigen Kontakt, um eine Integration gut zu ermöglichen.


Die folgende Aufzählung macht deutlich, wie viele Wohnmöglichkeiten wir für die ankommenden Menschen suchen und finden konnten und manchmal auch sanieren mussten. An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an alle, die uns diesen Wohnraum jeweils zur Verfügung gestellt haben.


Im Mai 2015 kam eine weitere Familie mit zwei Kindern an, denen wir ebenfalls eine Wohnung anbieten konnten.
Bereits im Oktober folgte eine Familie, bestehend aus acht Personen, die in einem Haus Unterkunft bekamen.


Im November 2015 folgten eine Familie mit drei Kindern sowie ein Vater mit einer Tochter.
Die Frau aus der Ukraine übersiedelte dann zu ihrer Schwester nach Wien und in diese Wohnung zog ein alleinstehender Mann aus Syrien ein.
Im Dezember 2015 kam eine Frau mit ihren vier Kindern an und der Mann folgte einige Monate später.


Im Mai 2016 gelang der Nachzug der Frau/Mutter mit zwei weiteren Töchtern von jenem Mann der im November ankam. Diese Familie übersiedelte aber bereits wieder im September 2016 nach St. Pölten.


Im September 2016 ist ein Mann aus dem Irak, dessen Familie noch in Kirkuk lebte und ein alleinstehender junger Mann ebenfalls aus dem Irak, in eine Wohnung eingezogen.
Im März 2017 übersiedelte eine Familie nach Kärnten, weil der Mann dort eine Arbeit bekam. Somit war wieder Platz für eine neue Familie aus Syrien, mit zwei Kindern.
Im April 2017 übersiedelte eine weitere Familie mit inzwischen vier Kindern, ebenfalls nach Kärnten.


Im Juni 2017 mussten die zwei Männer aus dem Irak Österreich wieder verlassen.


Im September 2017 bekommt eine Familie aus Afghanistan, die in der ORS-Unterkunft in Furth bislang lebten, Asyl. Sie baten uns bei der Wohnraumsuche behilflich zu sein, was uns auch tatsächlich gelang. Seitdem wird auch diese Familie mit ihrem Sohn durch unsere Initiative betreut.


Ebenfalls im September 2017 kam eine Familie aus dem Iran zu uns, mit der wir seither einen sehr intensiven Kontakt pflegen.


Im Oktober 2017 übersiedelt der alleinstehende syrische Mann nach Graz und in diese Wohnung zieht eine Frau aus Bangladesch ein.


Im Oktober 2017 bekommt eine weitere Familie die in der ORS-Unterkunft lebt, dauerhaftes Asyl zuerkannt und bat uns auch bei der Wohnungssuche behilflich zu sein. Auch in diesem Fall konnten wir eine geeignete Wohnung finden.
Die Frau aus Bangladesch hat Böheimkirchen verlassen, ohne uns über ihre weiteren Pläne zu informieren.


Im April 2018 übersiedelte eine Familie mit zwei Kindern nach Wien und in diese Wohnung zog eine weitere Familie aus Syrien mit drei Kindern (davon eines behindert) ein. Diese übersiedelte aber bereits wieder im Juli 2019 nach St. Pölten.


Im März 2019 konnte ein syrischer junger Mann mit unserer Unterstützung eine Wohnung finden, die er zwischenzeitlich mit seiner Braut/Frau beziehen konnte.


Im August 2019 fand nach langer Suche um eine größere Wohnung, unsere erstangekommene Familie mit ihren zwischenzeitlich vier Kindern, in Heidenreichstein ein geeignetes Haus.


In all diesen fünf Jahren haben wir insgesamt 59 Personen als Initiative betreut und unterstützt. Gegenwärtig sind es noch 29 Personen, die über unsere Vermittlung eine Wohnung in Böheimkirchen bekamen. Für sie sind wir im Bedarfsfall ihre Ansprechpartner.
Die Anforderungen waren in diesen Fünf Jahren sehr vielfältig und haben sich im Laufe der Zeit verändert.


Waren es anfangs vor allem Wohnraum Suche und Beschaffung von Bekleidung notwendigen Einrichtungsgegenständen, Anbieten von Sprachkursen, Begleitung zu Ärzten, Krankenhaus; Kindergarten, Schule, Behörden und Ämtern, sowie ein regelmäßiger persönlicher Kontakt. Dies alles war nur möglich durch die Mitarbeit zahlreicher Menschen, wofür wir auch diesen (mehr als 60 Personen) ein herzliches Danke, im Namen aller Hilfsbedürftigen aussprechen dürfen. Darüber hinaus haben Menschen mit Sach- und Geldspenden geholfen um für Flüchtlingen in Böheimkirchen eine gute  Startmöglichkeit zu schaffen.


Mit den zahlreichen Geldspenden konnten wir in folgenden Bereichen helfen:
    • Hilfen bei der Wohnraumausstattung,
    • Bezahlung von Sprachkursen
    • Gewährung von Überbrückungshilfen
    • Abdecken der Kosten diverser Informations-Veranstaltungen


Die Sprachkurse die wir im Pfarrzentrum anbieten konnten, haben nicht nur eine große Anzahl der bei uns lebenden Hilfesuchenden in Anspruch genommen, sondern auch viele aus umliegenden Gemeinden. Immer wieder treffen wir Menschen die uns sagen, dass sie auch im Pfarrzentrum von Böheimkirchen ihre ersten Sprachkurse besucht haben.
Im ersten Jahr haben wir monatlich den „Cafe-International“ angeboten. Dabei gab es einen regen Austausch an Informationen unter den Flüchtlingen einerseits und zur Gemeindebevölkerung andererseits.


Zwischenzeitlich haben sich die Aufgaben für uns verändert. Fast alle Flüchtlinge haben nunmehr einen gültigen Aufenthaltstitel, also einen Asylbescheid. Dadurch können sie an offiziellen Sprachkursen vom AMS oder der Diakonie teilnehmen. Ein Großteil der Kinder sind im Kindergarten oder in den Schulen untergebracht und haben dort auch bereits Freunde gefunden. Ein Bursch spielt auch beim Fußballverein von Böheimkirchen offiziell mit. Einige haben hier bereits eine Arbeitsstelle gefunden und versorgen dadurch ihre Familien  ohne staatlicher Unterstützung. Andere sind noch in Sprachausbildung oder bereits in einer Berufsausbildung, um ebenfalls in absehbarer Zeit eine Arbeit antreten zu können.


Aktueller Stand 27. September 2019


Für die Initiative Flüchtlingshilfe
Toni Liedlbauer

 


 

Mein Gebet für Flüchtlinge

Guter Vater,
beschütze alle Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt, Verfolgung und Hunger sind. Sei Du ihnen Zuflucht und Heimat, wenn sie nicht mehr wissen wohin.
Deinen Gläubigen gib Kraft und Mut, Heimatlosen Heimat und Stummen eine Stimme. Öffne unsere Herzen für all jene, die bei uns ihre Zuflucht suchen.
Denn in Deiner Familie gibt es keine Fremden, sondern nur Brüder und Schwestern.
Amen.

 



 

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„Ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“ Mt 25,43


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Im Herbst 2014 haben vier Personen in Böheimkirchen eine Initiative für Flüchtlinge begonnen: Inzwischen sind im Kernteam sechs Leute tätig, Marianne Jecel, Toni Liedlbauer, Maria Meyer-Nolz, Eva Müller, Andrea Schreiber und PAss Jürgen Schnetzinger, bemühen sich um die Begleitung der Familien, für die sie Wohnraum in Böheimkirchen gesucht haben.
An die 30 Personen unterstützen als LernhelferIn, Fahrtendienst, HandwerkerIn, Familienpaten, Freizeitcoach, und mit Sachspenden die Begleitung der Flüchtlinge. Noch weit mehr Menschen haben mit Sach- und Geldspenden geholfen um Flüchtlingen in Böheimkirchen eine Wohnmöglichkeit zu schaffen. 

 


Wenn Sie die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe in unserer Pfarre unterstützen wollen, so können Sie auf das Konto:

IBAN: AT08 3258 5000 0806 1400

Im Moment brauchen wir dringend  Unterstützung zur Finanzierung von Büchern und Lernunterlagen für den Deutschkurs!

 


Ein herzliches DANKE allen, die die Flüchtlingsfamilien mit ihrer Spende und Mitarbeit
bereits unterstützt haben!

Abed Alsalam HAMZA hat anlässlich des 2. Cafe International als Dank für seine Aufnahme in Böheimkirchen ein wohlwollendes Statement formuliert.


 

Veränderungen bei den Schutzbedürftigen

 

Im Mai 2015 ist syrische Familie Alashek, Mohammed mit seiner Frau Gufran und den beiden Kindern Bilal und Bayan, nach Böheimkirchen gekommen.    

Familie Alashek

Die Familie Alashek hat sich in Böheimkirchen gut eingefügt. Mohammed und Ghufran haben seither alle angebotenen Sprachlernmöglichkeiten genützt und sind somit in der Lage auch in deutscher Sprache sich einigermaßen zu verständigen.

Nun hat Mohammed in Kärnten eine fixe Arbeitsanstellung zugesagt bekommen, weshalb sie sich entschieden haben, den Wohnort nach Kärnten zu verlegen.

Mohammed bedankt sich im Namen seiner Familie bei allen in Böheimkirchen, die ihnen positiv begegnet sind, sie durch Sachspenden unterstütz haben, mit ihnen gelernt und gesprochen haben und ihnen in vielerlei Hinsicht sonst noch beigestanden sind.

 

Die syrische Familie Aboeta konnte am Donnerstag, 26. November von Traiskirchen abgeholt werden. In Außerkasten haben sie fürs erste ein neues Zuhause gefunden.

Familie Aboeta

Der Familie Aboeta ist am 29. März ein Mädchen geboren worden. Dazu gratulieren wir ganz herzlich und wünschen der Familie große Freude und eine schöne Zukunft.

Mustafa Aboeta hat ebenfalls ein Arbeitsplatzangebot in Kärnten bekommen, weshalb die ganze Familie nach knapp eineinhalb Jahren von Böheimkirchen wegzieht. Mohammed will in Kärnten die weiteren Sprachkurse absolvieren, Abdulla in die Berufsausbildung einsteigen und Abdudeim seinen Pflichtschulbesuch fortsetzen.

Die gesamte Familie Aboeta bedankt sich bei allen Menschen die ihnen beigestanden sind und geholfen haben. Sie sagten, es war für sie eine schöne Zeit hier, für die sie sehr dankbar sind.

 

Wir wünschen den beiden Familien ein gutes Eingewöhnen in ihrer neuen Heimat und freuen uns, wenn wir von ihnen hin und wieder Nachricht bekommen werden.


 

Wir begleiten und unterstützen derzeit:

 

Besonders freuen wir uns, die Familie Ahmad seit April 2017 in unserer Gemeinde begrüßen zu dürfen. Diese Familie kommt aus Daraa, dem Süden von Syrien. Sie wurden in Syrien verfolgt , ihr Haus zerstört und Mohammed hat bei einem Bombenangriff auch eine Verwundung abbekommen. Nun haben sie bereits einen gültigen Asylbescheid und sprechen auch schon ein wenig deutsch. Weitere Kurse will Mohammed hier machen und hofft bald eine Arbeit finden zu können.

Wir heißen die Familie Ahmad bei uns sehr herzlich willkommen und wünschen ihr hier in Böheimkirchen viele positive und nette Begegnungen.

 

 

Die syrische Familie Al Baredi
Abeer und Mahmoud sind Ende Oktober 2014 mit den Zwillingen Whaleed und Ali zu uns gekommen. Im Juni konnten sie sich über die Geburt von Tochter Mila freuen.

Familie Al Baredi

 

Die syrische Familie Alothman.
Ende Oktober kamen Haitham und Kawthar mit ihren vier Kindern Osamah, Hebah, Alaa und Hamzah und den beiden Neffen Abdalrahman und Nour Aldeen nach Böheimkirchen. Die Familie konnte in ein Haus in Plosdorf ziehen, das wir mit tatkräftiger Unterstützung vieler Böheimkirchner  in den letzten Wochen hergerichtet und ausgestattet hatten.

Familie Alothman

 

 


 

Mein Gebet für Flüchtlinge

Guter Vater,
beschütze alle Menschen, die auf der Flucht vor Gewalt, Verfolgung und Hunger sind. Sei Du ihnen Zuflucht und Heimat, wenn sie nicht mehr wissen wohin.
Deinen Gläubigen gib Kraft und Mut, Heimatlosen Heimat und Stummen eine Stimme. Öffne unsere Herzen für all jene, die bei uns ihre Zuflucht suchen.
Denn in Deiner Familie gibt es keine Fremden, sondern nur Brüder und Schwestern.
Amen.

 

Ab 15. September wieder FFP2 Maskenpflicht in der Kirche!!

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Junge Messe

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Schöpfungszeit

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