Frauensolidarität mit Guatemala – Suppensonntag der KFB Konradsheim

Auswahl bunter Textilien mit den typischen Ornamenten der indigenen Tradition

1075 Euro konnten die engagierten Frauen der KFB-Konradsheim mit ihrer Suppenaktion zum Familienfasttag am Sonntag, 7. März erlösen.
Am Dorfplatz gaben sie aus ihren großen Töpfen den Messbesuchern/innen ihre köstlichen Suppenvariationen mit nach Hause.  Sie hielten damit auch in Coronazeiten ihre langjährige internationale Solidaritätsarbeit aufrecht. Der Erlös kommt heuer dem Frauenprojekt AMOIXQUIC in Guatemala zugute.

Hannerl Obermüller berichtete im Gottesdienst über ihren eigenen Besuch in Guatemala vor vielen Jahren im Rahmen ihres Entwicklungshilfeaufenthaltes in Nicaragua. Sie vermittelte viel von der Schönheit des Landes, von der Fülle der Natur und ihrer Früchte, von der Farbenpracht der Textilien seiner Menschen und von der beeindruckenden Architektur der Mayapyramiden.  Sie hatte damals auch die guatemaltekische Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu persönlich getroffen.

Im Westen des schönen Landes, das noch immer von den Spuren des Bürgerkrieges 1960-1996 gezeichnet ist, gehen die Frauen von AMOIXQUIC einen neuen Weg in der Nahrungsmittelbesorgung. Agroökologische Nutzgärten, Wurmkompostierung, natürliche Pflanzenschutzmittelherstellung, Heilpflanzenkultivierung und eigene Saatgutherstellung sind wichtige Wege zur Erringung neuer Selbstständigkeit. Sie docken damit an die lange, erfolgreiche und  kleinräumige Mayalandwirtschaftstradition mit der enormen Sortenvielfalt an. Mit selbst gegründeten Sparvereinen arbeiten sie bewusst an der ökonomischen Unabhängigkeit. Sie knüpfen ein Netzwerk der Liebe und Gemeinschaft.

In der Schlussmeditation des Gottesdienstes hieß es: „Ich bin ein Teil der Gemeinschaft von Frauen, die ermächtigt und neue Perspektiven eröffnet. Ich bin ein Teil der Hoffnung, die auf ein gutes Leben für alle setzt. Ich bin ein Teil des Durstes nach umfassender Gerechtigkeit.“

Dass der Geist der Solidarität von den KFB-Frauen stets neu belebt wird, ist ein Segen für die örtliche Pfarrgemeinde und für das weltweite Netz der Menschlichkeit.

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