Pfarrkirche

 

Kaiser Josef II. verordnete mit 20. Oktober 1782 die Gründung neuer Pfarren dort, wo eine Gemeinde mehr als 700 Einwohner zählte. Das traf auch auf Langegg mit den umliegenden Dörfern zu, das bis dato zur Pfarrgemeinde Schrems gehörte. Im Dezember 1783 wurde mit Josef Ploberger der erste Pfarrer von Langegg bestellt. Die ersten Gottesdienste wurden noch in der Kapelle gefeiert, die erst 1784 dem Heiligen Vitus geweiht worden war. Steinbach blieb bei der Pfarre Schrems, Falkendorf wurde allerdings Teil der neuen Pfarre Langegg.

Am 6. November 1786 wurde der Grundstein zum Bau der Pfarrkirche gelegt. Durch großen Einsatz des Pfarrers und der Bevölkerung, wie es in der Pfarrchronik heißt, und mit Hilfe des Religionsfonds konnte die Kirche bereits 1790 vollendet und eingeweiht werden. Die alte Dorfkapelle musste zugunsten des Religionsfonds versteigert werden.

Das Altarbild zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel. Es wurde vom Ödenburger Maler Franz Storno gefertigt, 1853 von Ödenburg (dem heutigen Sopron) nach Langegg gebracht und am 4. Oktober feierlich eingeweiht. Flankiert wird es auf der linken Seite von einer Statue der hl. Anna und auf der rechten vom hl. Joachim. Beide stammen vermutlich aus dem 16. Jahrhundert und gehörten zum Inventar der alten Veitskapelle.

Links und rechts in der Apsis befinden sich weiters zwei barocke Statuen, die links den heiligen Petrus und rechts den heiligen Paulus darstellen.

 

 

 

Der rechte Seitenaltar zeigt den hl. Laurentius mit Buch, Palmrispe und Rost. Bei den Assistenzfiguren handelt es sich auf der linken Seite um den hl. Florian und rechts um den hl. Sebastian.


 

Links befindet sich der Marienaltar mit einer eindrucksvollen Madonna mit Jesuskind.
Die modernen Figuren der heiligen Amalia und des heiligen Vitus wurden vom Amaliendorfer Künstler Wolfgang Kaindl gefertigt.

 

 

Im rückwärtigen Teil der Kirche, unter der Orgelempore, befindet sich eine Christusstatue und eine Statue des hl. Josef mit Jesukind. Die alte Orgel stammte aus dem Jahr 1802, wurde vom Zwettler Orgelbauer Josef Horak gebaut und im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte mehrmals renoviert, restauriert und umgebaut bis sie schließlich 2004 durch eine neue, gebaut von Walter Vonbank, ersetzt wurde.

 

Das Deckengemälde stammt von Prof. Maria Sturm aus St. Pölten. Es stellt wichtige biblische Szenen aus dem Leben Mariens dar und wurde in den späten 50er Jahren gefertigt.

 

Im Jahr 1967 wurde, im Geiste des zweiten vatikanischen Konzils, der neue Volksaltar aufgestellt und eingeweiht.