Geh und verkünde! - Zwei neue WortgottesfeierleiterInnen stellen sich vor

Elisabeth Karl und Rainer Stöckl

Sicher haben Sie sich schon gefragt, wer die beiden sind, die neuerdings in unserer Pfarrgemeinschaft Gottesdienste leiten. Nach einer einjährigen diözesanen Ausbildung in fünf ganztägigen Modulen und einer Übungsphase haben Elisabeth Karl und Rainer Stöckl nun engagiert ihren Dienst begonnen.

 

Hier stellen sie sich anhand von vier Fragen vor. Sie freuen sich über Ihr Wohlwollen und Ihr Feedback.

 

Warum hast du dich entschlossen, WortgottesfeierleiterIn zu werden?

Elisabeth: Ich wurde gefragt ob ich mir vorstellen könnte, Wort­gottes­feier­leiterin zu werden und anfangs war ich sehr unsicher, ob ich das überhaupt kann. Aber dann habe ich mir gedacht, es gibt so viele Dinge in der Kirche für die ich dankbar bin und andere, mit denen ich überhaupt nicht einverstanden bin. Hier habe ich die Möglichkeit ein wenig zurückzugeben und die Themen die mich stören, anzupacken und vielleicht sogar zu verändern.

Rainer: Zum einen wurde ich gefragt, zum anderen freut mich das gemeinsame Feiern. Gemeinschaft und gemeinsam Feiern sind mir wichtig. Das soll auch in der Gestaltung des Gottesdienstes sichtbar werden.
Natürlich ist es auch für unsere Pfarre und die Pfarrgemeinschaft wichtig, wenn viele Gesichter sich einbringen. Das macht das Ganze bunter und unser Glaube und die Glaubensgemeinschaft wächst an der Vielfalt.

 

Was gefällt dir besonders gut daran, Wort­gottes­feier­leiterIn zu sein?

Elisabeth: Ich mag besonders die Vorbereitung zur Wort­gottes­feier. Die Auseinandersetzung mit dem Evangelium und welche Relevanz die entsprechende Stelle in meinem Leben hat. Für die Vorbereitung versuche ich mich mit verschiedenen Menschen auszutauschen um zu sehen, ob ich mit meiner Interpretation auf dem richtigen Weg bin. Es freut mich, wenn ich in altbekannten Texten immer wieder neue Impulse entdecken und vielleicht auch andere zum Nachdenken bewegen kann.
Vor jeder Wortgottesfeier bin ich furchtbar aufgeregt und die Unsicherheit, die mich jedes Mal begleitet bevor ich vor die Mitfeiernden trete, ist nicht unbedingt mein liebstes Gefühl. Mir ist bewusst, dass die Menschen bestimmte Erwartungen an eine Wortgottesdienstfeier haben. Da hoffe ich, dass ich diesen auch gerecht werden kann und die Gemeinde nach der gemeinsamen Feier mit einem guten Gefühl in die neue Woche starten kann.

Rainer: Am allermeisten freut mich das Lesen des Evangeliums und das Vortragen meiner persönlichen Gedanken dazu (oder zur Lesung). Es ist schön, seine Sichtweise mit den anderen teilen zu können. Es ist auch schön, seine persönliche Art und Weise in die persönlichen Worte miteinpacken zu können. Die Vorbereitung hierzu ist auch eine sehr interessante und fordernde Tätigkeit. Ich lerne auch selbst dabei sehr viel. Ganz besonders bereitet mir aber auch das gemeinsame Singen Freude.

 

Wie hat dein Umfeld auf deine Entscheidung reagiert Wort­gottes­feier­leiterIn zu werden?

Elisabeth: Meine Familie hat mich sehr unterstützt. Mein Mann und meine Kinder waren und sind sehr verständnisvoll, wenn ich wegen der Ausbildung oder meinem Dienst für die Kirche unsere Familienzeit manchmal kürzer halten muss. Auch hören sie sich geduldig meine Ansprachen an und geben Input, wenn sie finden ich bin auf dem Holzweg.
Auch meine Freunde finden gut was ich tue und besonders hat mich gefreut, dass sie immer wieder eine meiner Feiern besuchen, egal ob sie aus der Kirche ausgetreten sind oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehören.

Rainer: Ich denke sehr positiv. Die Mitfeiernden in allen Pfarren haben mich sehr gut aufgenommen. Ich durfte ja bislang in allen Pfarren der Pfarrgemeinschaft schon eine Wortgottesfeier feiern und habe mich überall sehr wohl und miteingeschlossen gefühlt. Besonders gilt dies auch für die Pfarre Gobelsburg. Meine Familie nahm meine Entscheidung hierzu eigentlich auch sehr positiv auf. Ich freute mich sehr über die ersten Reaktionen und Rück­meldungen.

 

Was wünscht du dir für die Zukunft der Kirche?

Elisabeth: Ich wünsche mir für die Kirche, dass sie offener im Umgang miteinander und gegenüber Andersdenkenden wird. Ich wünsche mir, dass der Geist der Liebe im Vordergrund steht und nicht der erhobene Zeigefinger.

Rainer: Ich wünsche mir, dass die Kirche vermehrt das Gottesbild des gütigen, barmherzigen, helfenden und liebenden Gottes zeigt und das Gottesbild eines strengen, strafenden Richters, wie wir es aus unserem eigenen Religionsunterricht bzw. von unseren Eltern her kennen, der Vergangenheit angehört. Natürlich muss die Kirche dieses Gottesbild auch nach außen verkörpern. Unser Handeln ist ein kleines Abbild von Gottes Wesen.
Kurzum: Mehr Caritas, mehr Martyria und eine zeitgemäße moderne Liturgieform, vor allem für die jüngeren Mitglieder unserer Gemeinschaft. Weniger Verwaltung und mehr Verantwortung auch für Laien, auch in der Liturgie und als Gottesdienstleiter.
Ich wünsche mir, dass die Kirche Gottesdienste so gestaltet, dass alle Mitfeiernden auch wissen, warum sie eigentlich mitfeiern und was da gerade passiert und warum. Das würde nebenbei gesagt auch das Verständnis um unseren Glauben und den Gottesdienst sehr fördern.
Ich wünsche mir im Übrigen, dass die Kirche wo notwendig auch mutiger Farbe bekennt, z.B. in der Asylpolitik. Trennung von Staat und Kirche kann nicht bedeuten, keine eigene Meinung zu haben. Wir müssen versuchen unseren Glauben, der ja in alle Lebensbereiche wirkt, so gut und glaubhaft als möglich zu leben und auch zu zeigen.

TERMINE

GO ... Gobelsburg
LL
... Langenlois
MB ... Mittelberg
SCH ... Schiltern
... Zöbing

 

Religiöses Angebot in Fernsehen, Radio und Internet

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 Vom 3. Juli bis ein­schließlich 4. Sep­tem­ber sind die Gottes­dienste wie unter "Gottes­dienste" an­ge­geben. Aus­nahmen sind hier an­ge­führt.

Das Pfarrteam wünscht einen schönen und erholsamen Sommer!

 

September

Samstag, 03.09.2022 
LL | 04.45: Treffpunkt bei der Haindorfer Kapelle
05.00: Abmarsch der Fußwallfahrer  nach Maria Dreieichen. 

12.00: 
Wallfahrergottesdienst

Sonntag, 11.09.2022 
MB | 08.30: Festgottesdienst, 
ab 10.00: Pfarrfestbetrieb im "Weingut am Berg" Ludwig Gruber

LL | 10.00: Messe im Weinberg, Kufsteinplatzl.

Samstag, 17.09.2022 
LL | 10.00: 
"Schnupperstunde" für Ministrantenanfänger, Pfarrhof 

[Weitere Termine ...]

 

Abkürzungen
AK ... Arbeitskreis
KBW ... Kath. Bildungswerk
kfb ... Kath. Frauenbewegung
WGF ... Wort-Gottes-Feier