Chronik

Unsere Kirche

Unsere Kirche ist ein kleiner mittelalterlicher Bau mit barockisiertem, spätgotischem Chor und einschiffigem Langhaus.

Der Hochaltar wurde im Jahre 1691 errichtet (signiert). Der größere Teil des Altarbildes stellt den Hl.Nikolaus als Kirchenpatron dar, der obere, kleinere Teil die Hl.Dreifaltigkeit. Das Bild schuf im Jahre 1864 der Maler August Bauer aus St.Pölten.

Die beiden Seitenaltäre in der jetzigen Form stammen aus der Zeit um 1870. Über dem rechten Seitenaltar hängt ein schönes Bild des hl.Josef und über dem linken Seitenaltar ein schönes Bild Mariens mit dem Kinde.

Die Kanzel stammt aus dem Ende des 17.Jahrhunderts und wurde aus der Kapelle des Schlosses Kilb hierher gebracht.

Im Presbyterium befinden sich 5 kleine Plastiken: "Der gute Hirt", "Hl.Nikolaus", "Mutter Anna mit Maria", "Hl.Maria" und "Hl.Florian". Links über dem Eingang in die Sakristei befindet sich noch in einer Nische eine Statue des Hl.Sebastian.

Wie alt ist unsere Kirche:
Unsere Kirche wird 1667 als Filiale von Kirchberg/P. urkundlich genannt und ist dem hl. Nikolaus geweiht. Dass schon im Jahre 1667 auch ein Friedhof bei dieser Kirche war, bezeugen die Kirchberger Pfarrbücher.
Wann unsere Kirche gebaut wurde, kann niemand sagen. Nur einen kleinen Blickj in diese dunkle Zeit kann uns der Name unseres Kirchenpatrons geben. Die meisten Krichen zur Ehre des hl. Nikolaus wurden in Österreich im 13.Jahrhundert gebaut. Es waren insesamt 44 Kirchen. Es ist höchst wahrscheinliche, dass sich unter diesen 44 Kirchen auch unsere Nikolauskirche befindet.
Weitere Dokumentation für das Alter unserer Kirche - wie uns der beste Fachmann auf diesem Gebiet, Dr.Anton Kerschbaum, in seinem Werke "Geschichte des Bistums St.Pölten (1875) informiert - ist das Jahr 1476.
In diesem Jahre erscheinen das 2.Pfarrverzeichnis von Österreich, in welchem die Kirche (im Verzeichnis als Kapelle genannt) von Loch zu erstenmal als "dotierter Altar" erwähnt wird. "Dotiert" wird es genannt, weil aus dieser Dotation ein Priester leben konnte und die Messen lesen sollte.

Zur Zeit der Reformation folgte die Filiale Loich dem Beispiel der Mutterkirche Kirchberg/P. und wandte sich der Lehre Martin Luthers. Im Jahre 1576/1577 hatt sie sogar mit Michael Gurkfelder einen eigenen Pastor. Aus dieser Tatsache, dass die Kirche in Loich zur Zeit der Reformation mit einem selbständigen Priester besetzt worden ist, können wir schließne, dass die Kirche in Loich schon vor dieser Zeit von einem katholischen Priester besetzt worden war.
(Quelle: Prof.J.Volf, 200 Jahre Loich)

Im Jahre 1784 wurde die zur Kirchberg/P. gehörende Filialkirche zur eine eigenen Pfarre erhoben. .