Chronik

Pfarrkirche Niedernondorf

Wir blättern in der Pfarrchronik.........

Pfarrkirche

Erste Turmkapelle mit pfarrlichen Rechten

1138 wird das Stift Zwettl durch Hadmar von Kuenring gegründet. Es beginnt damit auch die Besiedelung unserer Heimat. Entlang eines Verkehrsweges, des Böhmischen Steiges entstehen hier die ersten Siedlungen.

Niedernondorf1292

 

1292 wird der Ort Niedernondorf erst mals urkundlich erwähnt und schon wenig später, nämlich noch vor 1300 wird die erste Kapelle zu Ehren des hl. Nikolaus neben dem Edelsitz der Kuenringer Lebensritter in Niedernondorf  errichtet. (1. Bauperiode)

 

 

Der romanische Taufstein, eTaufsteinin runder Granitkessel, der noch erhalten ist, ist ein deutlicher Beweis, dass Niedernondorf schon vor 1300 seelsorglich betreut war. Im Erdgeschoß des Turmes sind noch Ansätze zum romanischen Kreuzgewölbe erkennbar.

 

Verfall der Pfarre

1540 hält das Luthertum auch bei uns Einzug. Unsere Pfarre ist einige Jahre unbesetzt und verfällt zusehends, da viele katholische Priester zum lutherischen Glauben wechseln und somit akuter Priestermangel herrscht.

1577 wird sogar der lutherische Pfarrer Laurenz Summersperger als Priester nach Niedernondorf berufen.

1622 wird im 30-jährigen Krieg, der Ort Niedernondorf völlig abgebrannt. Die wenigen übrig gebliebenen Gläubigen werden der Pfarre Friedersbach zugewiesen.

 

Niedernondorf

Neubau unserer Pfarrkirche

1661 wird der damalige Friedersbacher Pfarrer Jakob Eberlein auch mit der Seelsorge von Niedernondorf betraut.

 Altar

1674 - 1676 wird unser Gotteshaus unter seiner Leitung neu errichtet. (3. Bauperiode) Turm und Chor werden aus der ehemals gotischen Anlage übernommen. folgende Handwerker und Künstler werden mit der Neugestaltung beauftragt:

Mauerwerk: Maurermeister Georg Wolf aus Döllersheim.

Steine für Fenster und Türeinfassungen: Steinmetzmeister Jakob Obermaier aus Kühnring

Hochaltar, Seitenaltar, Kanzel, Kirchen- und Sakristeitür: Tischlermeister Franz Bahr aus Rastenfeld

Altarbilder Maria Himmelfahrt und hl. Dreifaltigkeit: Maler Franz Willibald Holnpach aus Emmersdorf

Holzstatuen: hl. Nikolaus, Apostel Paulus, Erzengel Michael und Raphael: Bildhauer Matthias Sturmberger aus Horn

Schlosserarbeiten: Andreas Holzmann aus Niedernondorf

Glaserarbeiten: Simon Büringer aus Zwettl

Zimmermannsarbeiten: Christoph Mundtinger aus Döllersheim

Die 6 Leuchter um den Tabernakel sollen vom Franziskanerkloster Langenlois stammen.Portal

Über dem Eingangsportal hat der Steinmetz folgende Inschrift  a ngebracht: "Hanc Eccliam Renovavi Jacobus Eberlein parochus Friedersbachi U Nandaref Anno 1675" was heißt: Diese Kirche habe ich renoviert, Jakobus Eberlein, Pfarre r von Friedersbach und Niedernondorf. 

Dieses Portal mit profiliertem Sturz, Giebelschenkeln und  einer Kugel in der Mitte zählt zu den schönsten des Bezirkes aus der Barockzeit.

Pfarrer Eberlein kann noch die Fertigstellung und Schönheit seiner Filialkirche miterleben und verstirbt im Jahr 1677. Die Pfarre Niedernondorf zählte damals 130 erwachsene Personen!

Geweiht wird unsere Pfarrkirche dem hl. Nikolaus von Bischof Otto Reinhold, Reichsfreiherr von Andrimont und Bischof von Neucäsaren und Stephanien am Pfingstmontag 1678 wobei er auch das hl. Sakrament der Firmung spendet.

NikolausDie Feier des Kirchweihfestes am Pfingstmontag ist eine jährliche Erinnerung an das Ereignis!

1703: Verbindungsgang vom Schloss in das Turm-Oratorium wird hergest ellt.

1795: Die Beisetzung in der Kirchengruft wird von Kaiser Josef II verboten. Etwa 30 Personen wurden dort in den Jahren 1680 bis 1875 beigesetzt.

1810: Die Marienstatue mit langem, vorne offenem Mantel wird gestiftet.

1833: Die neue Kanzel wird errichtet. 

1839: Hochaltar und Orgel werden renoviert

1846: Der Pfarrfriedhof um die Kirche wird aufgelassen. Der neue Friedhof außerhalb des Schloßgartens wird errichtet.

1850: Benedikt Latzl aus Znaim fertigt unsere Kirchenorgel. Die Orgel ist mit  einem Manual, Pedal und 8 klingenden Registern ausgeführt.

1860: Die Zwiebelkuppel des Turms wird durch eine Pyramide ersetzt.

1911: Maler Franz Kousel aus Zwettl ziert die Gewölbefelder der Kirche mit plastischen Ornamenten un d farbenprächtigen Brustbildern der vier Evangelisten.Weiters werden die Altäre marmoriert und der neue Hintereingang durch die Turmmauer wird eröffnet.

1912: Tischlermeister Franz Beigl aus Waldhausen fertigt den Sakristeikasten aus Eichenholz.

1921: Holzstatue des hl. Apostels Judas Thaddäus wird gestiftet. 

1956: Kirchenrenovierung - Unsere Kirche wird innen und außen völlig renoviert. Der Altar, die Bilder und Statuen werden vergoldet. Die Sakristei wird neu erbaut. Der hölzerne Verbindungsgang vom Schloß in den Kirchenturm wird abgetragen. Die Kosten für die Außenrenovierung übernahm der damalige Patronazherr Graf Traun aus Rappottenstein.Paulus

Die Zählung in der Kirche am 16.12.1956 ergab 254 Besucher. Eine damals übliche Besucherzahl.

1958: Zwei weitere neue Glocken werden angeschafft.

1965: Eine Blitzschutzanlage für die Kirche wird von Fa. Neulinger aus Zwettl errichtet.

1967: Unsere Kirchenorgel wird gründlich restauriert.

1969: Die Elektroinstallationen der Kirche werden durch Fa. Sprinzl aus Lichtenau völlig erneuert.

 

1971: Zwei weitere Glocken werden angeschafft. Somit umfasst das neue G eläute insgsamt 6 Glocken, dessen Tonfolge dem "Tedeum - Geläute" entspricht:  

1. HerzGlocke - Jesu Glocke (655kg) von 1971

2. Marienglocke von 1971

3. Helden glocke mit Bild des hl. Leopold und Inschrift:"für die Helden die gefallen, laß deine Stimm erschallen" von 1958

4. Nikolausglocke mit Bild des hl. Nikolaus - wird als Angelus am Abend f ür alle Toten geläutet - von 1958 

5. Kruzifixglocke mit Bild der hl. Maria von 1735

6. Dreifaltigkeitsglocke St. Maria von 1705

 

1977: Unsere gotische Madonnaneue Kirchenbankheizung wird installiert

1979: Renovierung des Oratoriums durch Gemeindearzt Dr. Pius Düchler

1990/91: Innenrenovierung der Pfarrkirche - Kirchenbänke, Bodenpflaster, Elektroinstallationen und die Malerei wird erneuert

1993: Die Pfarrkirche wird außen renoviert. Ebenfalls die seit 40 Jahren stillstehende Turmuhr. Auch der Vorplatz wird neu gepflastert.

2009: Eine neue Mikrofon- und Lautsprecheranlage wird angeschafft.