Unser Pfarrleben

Mit über 1.700 Katholiken (lt. Diözesanjahrbuch 2016 genau 1762 Katholiken) zeichnet die Pfarre auch heute noch ein zum Teil reges kirchliches Leben aus. Waren früher ein Kaplan und lange Zeit auch ein ständiger Diakon pastoral tätig, so hat die Pfarre heute einen Priester, der auch in der Nachbarpfarre Obritzberg tätig ist.

Bis in die beginnenden 90-Jahre war die Pfarre immer wieder „Praxisgemeinde“ für einen Priesterstudenten im Pastoraljahr. Dies ist aufgrund der sinkenden Priesternachwuchszahl heute nicht mehr möglich.

In Zukunft wird die Situation - so die derzeit absehbare Entwicklung - pastoral noch enger werden. Die neuen Herausforderungen verlangen neue Orientierung und neue Impulse. Vor allem werden alle Gläubigen das kirchliche Leben mehr als bisher selbst mitbestimmen und mittragen müssen, soll ein lebendiges Pfarrleben erhalten werden.

Eine Zusammenarbeit über die Pfarrgrenzen hinweg, vor allem mit den Nachbarpfarren, wird künftig von vorrangiger Bedeutung sein. Hier sind neue Ansätze und Wege zu suchen. 

 

Kirchliches Leben

  

Die Teilnahme an Gottesdiensten und liturgischen Feiern entsprich dem üblichen Durchschnitt in dieser Gegend mit kaum 7 - 10 Prozent Beteiligung. Daneben haben sich eine Reihe traditioneller Frömmigkeitsformen erhalten, die gemeinsam mit neuen Aufbrüchen zum Teil wieder eine neue Belebung erfahren.

Es gibt noch die traditionelle Fußwallfahrt nach Maria Langegg, die Bitttage mit Flurumgängen, die Roratemessen im Advent mit anschließendem Frühstück, die traditionellen Fronleichnams- und Erntedankfeste sowie die Maiandachten. Diese werden, wie auch die sonntägigen Kreuzwege in der Fastenzeit von einzelnen Gruppen des Pfarrgemeinderates gestaltet.
Großer Beliebtheit erfreuen sich die rhythmisch gestalteten Kinder-, Jugend- und Familienmessen.

Tischmütter und FirmbegleiterInnen bemühen sich Jahr für Jahr, Kinder und Jugendliche zur Erstkommunion bzw. zur Firmung zu führen. Auch in unserer Pfarre ist die dabei entstandene Begeisterung bei den meisten Kindern und Jugendlichen nicht von langer Dauer. Neue „Orte der Begegnung“, die der heutigen Lebensweise der Kinder und Jugendlichen entsprechen, sind vonnöten. Leider haben auch wir den "Stein der Weisen" nicht gefunden.

In unregelmäßigen Abständen gibt es an Sonntagen im Pfarrhof einen Pfarrkaffee, der von verschiedenen pfarrlichen Gruppen organisiert wird. Der Reinerlös ist zweckgewidmet und dient pfarrlichen wie sozialen Anliegen in Pfarre und Weltkirche.

Einmal im Jahr findet Ende Mai das Pfarrfest statt, das seit etwa 20 Jahren für alle Pfarrbewohner zu einem beliebten Ort der Begegnung geworden ist.

 

Gruppen und Initiativen

 

Vierteljährlich erscheint ein Pfarrblatt, das alle Haushalte der Pfarre mit Informationen aus der Pfarre versorgt. Ein breiteres Netz kommunaler Informations- und Kommunikationswege sollte weiter ausgelotet werden.

Eine Runde der Kath. Frauenbewegung trifft sich monatlich und ist immer wieder aktiv, wenn es in der Pfarre etwas zu tun gibt.

Seit einiger Zeit ist auch ein Gebetskreis aktiv, der sich wöchentlich an einem Vormittag und vierteljährlich an einem Abend trifft.

Etwa 20 MinistrantInnen versehen ihren liturgischen Dienst und sind auch bei anderen Anlässen wie Begräbnissen und Trauungen (noch) zur Stelle - so es die Unterrichtszeit an den Schulen zulässt. Sie bilden auch das Gros der Sternsingeraktion und sind in den Kartagen beim Ratschen aktiv.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe LektorInnen und KommunionhelferInnen. Viele Vorbeter sind in den Dorfkapellen im Einsatz, wo an Wochentagen immer wieder Gottesdienste, vor allem die bereits traditionellen „Dorfmessen“ stattfinden.

Die größeren Feste und Feierlichkeiten in der Pfarre werden immer wieder auch von der Jugendblaskapelle Fladnitztal musikalisch mitgestaltet und begleitet.

 

So versucht die Pfarre sich als christlichen Gemeinde zu verstehen. Für die Zukunft braucht es aber dringend neue Wege, suchenden Menschen einen Ort der Ruhe, Besinnung und Gemeinschaft untereinander und mit Gott anzubieten.