Flüchtlingsfamilien: Herzliche Begegnung im Pfarrheim

Ein aufbauendes Erlebnis für HelferInnen und Gastfamilien: Der Begegnungsabend

"Seit wir in Pyhra sind, ist es, wie wenn ein Engel auf uns schaut"

Zum Kennenlernen unserer Flüchtlingsfamilien und für die Planung der weiteren Unterstützungs- und Integrationsbemühungen kamen am 15. Februar zahlreiche Helferinnen und Helfer ins Pfarrheim Pyhra. Eine ermutigende Erfahrung für alle Beteiligten!

 

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Pfarrer Pirmin Mayer begrüßte im Pfarrhaus und dankte für die bisher geleisteten Dienste wie Deutschunterricht, Fahrtendienste, Behördenwege, Sach- oder Geldspenden. Christa Herzberger informierte über die Situation der Familien und die Tatsache, dass bald eine dritte Familie in Pyhra aufgenommen wird:

In Burbach wohnt Familie Sultani aus Afghanistan mit ihren beiden Kindern.  Tochter Shikufa geht bereits in Pyhra in den Kindergarten. In der Früh kann sie mit dem Kindergartenbus mitfahren. Die Organisation des Heimtransports per Bus ist aufgrund des Zuzugs unter dem Schuljahr derzeit nicht möglich. Deshalb übernehmen Freiwillige diese Fahrtendienste.

Suche nach sinnvoller Beschäftigung

Aufgrund des noch laufenden Asylverfahrens darf Herr Sultani noch keiner geregelten Erwerbsarbeit nachgehen. Bürgermeister Werner Schmitzer kündigte an, die Möglichkeit einer Beschäftigung bei der Marktgemeinde zu prüfen. Gemeinnützige Hilfstätigkeiten für Gemeinden dürfen nämlich von Asylwerbern, die zum Anerkennungsverfahren zugelassen wurden schon ausgeübt werden. Dafür wäre ihnen ein Anerkennungsbeitrag zu gewähren. Schmitzer: ,,Der finanzielle Aufwand für die Gemeinde wäre gering und Herr Sultani hätte eine sinnvolle Aufgabe".

Fußball verbindet

An der Hauptstraße mitten in der Marktgemeinde wohnt unsere zweite Familie, Frau Alkahwati mit ihrem Sohn Mustafa aus dem Irak. Frau Alkahwati ist Witwe. Ihr zweiter älterer Sohn ist bei ihren Schwiegereltern im Irak. Sie hat ihn seit ihrem 4. Lebensmonat nicht mehr gesehen. Mustafa geht seit Jänner in die vierte Klasse Volksschule in Pyhra und er trainiert bereits fleißig in der U11 Fußballmannschaft beim SC Pyhra.

Von der Asylbehörde wurden sie als "subsidiär schutzbedürftig" anerkannt. Das bedeutet, so lange in ihrer Heimat Krieg herrscht, können sie in Österreich bleiben. Diese Bewilligung muss immer wieder verlängert werden. Frau Alkhawati darf aber in Österreich arbeiten. Voraussetzung ist die Absolvierung eines Deutschkurses, für den sie beim AMS bereits angemeldet ist.

Deutschunterricht voll angelaufen

Deutschunterricht auf privater Basis erhalten derzeit beide Familien von pensionierten Lehrerinnen und Lehrern. Jeden Mittwoch besuchen sie zudem einen Deutschkurs der Caritas in St. Pölten. Auch hier ist der Transport durch Freiwillige gesichert.

Der Begegnungsabend am Montag gab allen Beteiligten die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen. Dolmetscher Akhter Baig überbrückte die sprachlichen Barrieren und übersetzte die berührenden Dankesworte von Herrn Sultani: "Seit wir hier in Pyhra sind ist es wie wenn ein Engel auf uns schaut!"

Koordination verbessert

Zur Ideensammlung und Koordination der verschiedenen Dienste bildeten die TeilnehmerInnen am Montagabend vier Gruppen zu den Themen Deutschunterricht, Kindergartentransport, Transportdienste nach St. Pölten sowie Freiteitgestaltung und Integration.

Helfen wir gemeinsam!

Für die weitere Unterstützung unserer Flüchtlinge in Pyhra, auch jener fünfköpfigen Familie, die in Kürze im Haus Hauptstraße 74 einziehen wird, suchen wir weiterhin Menschen zur Begleitung. Bitte melden Sie sich unter wir.helfen@pfarre-pyhra.at oder telefonisch unter 0676/83844318.

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