Geschichte der Kirche

 

 Pfarrkirche, dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht, befindet sich auf einer Anhöhe im Norden des Ortes. Es handelt sich um eine romanische Chorturmkirche, errichtet etwa vor 1200, im Baukern heute noch erhalten. Die einfachen Landkirchen bestanden damals aus einem rechteckigen Langhaus, einem Chorraum und ev. einer Apsis- letztere wurde in Sallingberg nicht gebaut. Hinter dem Hochaltar ist noch ein romanisches Fenster erhalten. Die sehr starken Chorraummauern dienen als Untergeschoß für den ca. 36 m hohen Kirchturm. Der achteckige Turmaufbau 1764 im Barock erhöht mit den Fenstern der Glockenstube und dem 1766 errichteten Zwiebelhelm. Das Kirchenschiff war ursprünglich mit einer flachen Holzdecke versehen. Die Aussenmauern des Langhauses sind stark abgeböscht, das bedeutet, dass sie nach oben hin wesentlich schmäler werden. Die dreigratigen Kreuzgewölbe stammen aus der Barockzeit (1751-52) 1820 wurde das Kirchenschiff nach Westen hin um ca. 6m verlängert. 1903 wurde der hölzerne Musikchor abgetragen und durch eine gemauerte Empore ersetzt. Westempore mit rundbogigen Blendnischen in den Feldern Wandmalereien von 1903, Hl. Cäcilia, König David und Engel. 1988 wurde das Kirchendach neu eingedeckt, der Zwiebelhelm des Turmes wieder in Kupferblech hergestellt. 1999 wurde der Inneraum ausgemalt, die Heizung erneuert und neue Türen eingsetzt. In der nördlichen Kapelle Glasmalerei aus 1956.

Inneneinrichtung

Spätbarocker Hochaltar (zweites Viertel 18Jhd.), dürfte aus der 1783 profanierten Allerheiligenkapelle in Stein stammen. Das Altarblatt, die Taufe Jesu durch Johannes dem Täufer am Jordan darstellend, 1882 von Franz Maierhofer einem Maler, der aus Waidhofen/Th stammte und in Zwettl seine Werkstatt hatte. Das Oberbild des Altares stellt den heiligen Erzengel Michael dar und stammt vom selben Künstler.

 Die barocken Seitenfiguren stellen den Hl. Leopold, die Hl. Katharina von Alexandrien, die Hl. Barbara und den Hl. Florian dar. Weiters ziert die Kirche eine spätgotische Madonnenfigur, um 1510 geschaffen.

In der Seitenkapelle befindet sich der frühgotische  Taufstein, aus dem 14. Jhd. Bei dem hinteren Kircheneingang ein spätgotischer Weihwasserbecken. An der südlichen Kirchenwand die barocke Figur der Hl. Thekla, Schülerin des Apostel Paulus, um 1715.

Auf der Orgelempore befindet sich eine pneumatische Orgel von Franz Capek 1903 erbaut. Nachdem die Orgel seit ca. 30 Jahren wegen Mängel nicht bespielt wurde, erfolgte im Jahr  2015 eine Generalsanierung. Am 26. April 2015 erklang diese königliche Instrument wiederum und wurde im Beisein von Probst Kaiserlehner von Diakon Hermann Dornhackl  gesegnet.

 

 Im Turm befindet sich das Geläute, bestehend aus vier Glocken, hergestellt von der Fa. Pfundner aus Wien im Jahr 1952 ( St. Johannes d. Täufer, Mutter Gottes, St. Leonhard u. Florian, St. Josef) geweiht wurden die Glocken am 21. Sept. 1952 von Abt Wilhelm Zedinek

von Göttweig. 2011 wurde das Läutwerk generalsaniert. Anstatt der Eisenjoche wurden wieder Joche aus Eichenholz eingebaut. Eine historische Glocke hat sich erhalten, sie stammt aus dem Jahr 1603 und wurde vom Grazer Glockengießer  Josef Marx Wening  in Wien gegossen.  Diese Glocke ist ein Zeugnis des Protestantismus. Seit 2011 erklingt diese zur Wandlung