Kirchenchor St. Oswald

 


 


Kurzbeschreibung:


-          Gegründet 1930er Jahre


-          Gemischter 4-stimmiger Chor (Sopran, Alt, Tenor, Bass)


-          durchschnittlich 14 Mitglieder


-          Leitung: Kathrin Fischl und Willibald Wimmer


-          Repertoire: Gregorianik bis neues geistliches Lied


-          Schwerpunkte: musikalische Begleitung durchs Kirchenjahr


-          Proben: Dienstag um 19:30 Uhr in der Pfarrkirche


 


Geschichte des Chors:


Frau Berta Hauer, langjährige Organistin und Kirchenchorleiterin, beschrieb den Kirchenchor St. Oswald im Jahr 2004 mit folgenden Worten:


Der „St. Oswalder Kirchenchor“ besteht meines Wissens (auch laut mündlichen Überlieferungen) schon seit den 30er Jahren. Vor dem 2. Weltkrieg gab es jedoch nur sieben – mitunter acht – Sänger, denn der jeweilige Organist und Chorleiter musste auch für eventuelle Zahlungen aufkommen.


Während des 2. Weltkrieges gab es nur Mädchenstimmen und es wurde die Dreistimmigkeit praktiziert. Auch ich durfte bereits 1940 im Alter von 10 Jahren mitsingen. An den Hochfesten waren die lateinischen Messen in Zwei- und Dreistimmigkeit üblich. Zu Weihnachten 1945 war erstmals nach dem Krieg wieder eine lateinische Messe für vierstimmigen, gemischten Chor möglich. Seit dieser Zeit besteht der nun wieder vierstimmige Chor aus etwa 20, gelegentlich aber auch schon bis zu 30 Mitgliedern.


In unserem Gotteshaus gab es an den Hochfesten immer lateinische Messen. Gesungen wurden unter anderem Werke von Max Filke, Güttler, Kircher, August Zangl, Josef Gruber, Hermann Kronsteiner, Ernst Tittel, Faist und Pembauer. Johann Pretzenberger (1897 – 1973), Domkapellmeister von St. Pölten, war bei den Bischofskonferenzen ein großer Verfechter für einen dem Volk verständlichen Text. Von ihm stammen zahlreiche Kompositionen, die im Rahmen unserer Messgestaltungen immer wieder geboten werden. Erst nach dem 2. Vatikanum fanden die Gesänge zur Liturgie in der volkstümlichen Sprache ihren Einzug. ....




Der Kirchenchor ist also seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil bei kirchlichen Festen der Pfarre und der St. Oswalder Gemeinde. Organisten waren früher die Schulmeister und Oberlehrer. In den 30er Jahren Alois Zeilinger, Schneider, Sohn vom Gemischtwarengeschäft, danach Oberlehrer Plank, ab 1938 Anna Zimmel-Reutner. Seit 1946 – also bereits 58 Jahre lang – leitet Berta Hauer, geborene Hinterndorfer, den Chor und hat auch das Amt der Organistin inne. Vom ersparten Geld unternimmt der Kirchenchor gelegentlich (einmal im Jahr) einen Ausflug, wovon das Foto zeugt.


 




 


 


(aus: „klein-Kunst im Bezirk Melk, die künstlerisch darstellenden Gruppen als Eckpfeiler unserer heimischen Kultur“ von Hans Riedl (Melk 2005))




Frau Berta Hauer war von 1946 bis 2006 Organistin und Kirchenchorleiterin in St. Oswald, was die bemerkenswerte Zahl von 60 Jahren geleisteten Kirchendienst ergibt.


Frau Hauer wurde in Ihrer Tätigkeit später auch von Ihrer Tochter Andrea Schlögl unterstützt, welche ebenfalls eine Zeit lang die Leitung des Kirchenchores übernahm.


 


Seit dem Jahr 2006 teilen sich Kathrin Fischl und Willi Wimmer die Leitung des Kirchenchores. Während Willi Wimmer für die musikalische Gestaltung der beiden kirchlichen "Hauptfeste" Ostern und Weihnachten zuständig ist, hat Kathrin Fischl das restliche Jahr die Leitung des Chores über. Für Hochzeiten, Begräbnisse, private Jubelfeste und alle anderen kirchlichen Anlässe ist sie also die Verantwortliche und Ansprechperson.





Sangesfreudige Männer, Frauen und auch Jugendliche sind jederzeit herzlich eingeladen an einer Probe am Dienstag um 19.30 Uhr in der Kirche teilzunehmen.


 Kontakt: Kathrin Fischl  ( 07415/7451 )