Sonntagspredigt

 

Sonntag, 23. August 2015

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher  unserer Homepage!  

 

„Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?“ (Joh 6,60). Das haben damals die Leute über Jesus gesagt. Sie haben an seinem Worten und auch an seinem Leben Anstoß genommen.

Auch viele seiner Jünger haben sich von Jesus abgewandt.

 

Nur die innere Kerntruppe, die Apostel sind geblieben. Simon Petrus entscheidet sich für den Herrn, obwohl er auch nicht alles begriffen hatte.

Wie steht es da mit uns? Glauben wir innerlich an Jesus oder haben wir größere Bedenken?  

 

Als Christen haben wir auch in der heutigen Zeit eine Zerreißprobe zu bestehen. Vieles Herausforderndes dringt auf uns ein, z.B. die Situation der Flüchtlinge. Fast 60 Millionen sind auf der Flucht, davon zwei Drittel innerhalb der eigenen Länder. Ein Drittel hat ihre Heimat verlassen. Immer mehr Flüchtlinge kommen zu uns. Man findet sie auf den Autobahnen, ausgesetzt von den Schleppern.  

 

Wie soll man sich gegenüber den Asylanten verhalten? Soll man sie voll und ganz unterstützen, oder die Grenzen dicht machen oder sie zurückschicken? – Eine Zerreißprobe für uns Christen!  

 

Warum können fast ungehindert terroristische und fanatische Terrorgruppen Menschen drangsalieren und Kulturgüter zerstören? Warum greift nicht gezielt die Staatengemeinschaft ein? 

Warum wird zugeschaut? Warum bleibt es bei diplomatischen Sprüchen? – Herausforderungen für uns Christen!  

 

Als Gemeinschaft der Kirche können wir diese großen weltweiten Probleme nicht lösen. Aber wir können Beiträge zum Frieden und zur Gerechtigkeit bringen. Wir müssen konkrete Hoffnungszeichen setzen!

 

Wir dürfen nicht resignierend sagen: „Da kann man nichts machen!“, und alles nur erschütternd zur Kenntnis nehmen. Wir müssen dort helfen, wo es möglich ist!

 

Aber nicht nur hier bei uns, sondern es ist sehr wichtig, dass wir in den Ursprungsländern helfen, dort wo die Not ausgeht.

 

Denn der Hunger und auch die Klimakatastrophen sind die Ursachen dieser menschlichen Katastrophe. Krieg, Terror, Verfolgung und Unterdrückung sind Auswüchse und Folgerungen der Not der Menschen.  

 

Um diese Not zu lindern, müssen wir als Christen eingreifen. Und wir haben christliche Idealisten, die in vielen Entwicklungsländern den Armen selbstlos helfen. Es sind die Helfer der weltweiten Caritas.

 

Die Caritas hat in vielen Ländern Stützpunkte, wo sie durch verschiedene Projekte konkret helfen. - Durch die Augustsammlung können wir dazu einen persönlichen Beitrag leisten (IBAN: AT28 3258 5000 0007 6000; BIC: RLNWATWWOBG).  

 

Wem wird gezielt geholfen? - Ein Schwerpunkt ist die afrikanische Sahelzone, besonders Senegal. Dort wird der Gemüseanbau in den Gemeinschaftsgärten gefördert. Dadurch kann sich die Bevölkerung leichter selbst versorgen.

 

Mit dem Geld wird ihnen Saatgut gekauft, Obstbäume gepflanzt und Brunnen gegraben. Natürlich brauchen sie dazu auch Werkzeuge. Überdies gibt es Schulungen für Landwirtschaft und Tierzucht.  

 

Die konkrete Nächstenliebe istl Ausdruck gelebten christlichen Glaubens sein. Papst Franziskus sagt dazu: „Gleichgültigkeit gegenüber dem Notleidenden ist für einen Menschen, der sich Christ nennt, inakzeptabel“. Und: „Wir dürfen uns nie vom Sog des Pessimismus vereinnahmen lassen, der Glaube versetzt Berge“.  

 

Letztlich müssen wir auf Christus selber blicken, der aus Liebe Mensch geworden ist, der den Armen geholfen hat, der durch sein Sterben am Kreuz ein Zeichen der Solidarität gesetzt hat und uns durch die Auferstehung und Geistsendung Mut und Hoffnung gebracht hat.  

 

Ein Hymnus vom Brevier drückt dies mit lyrischen Worten aus: 

 

„Du Wort, das der Vater spricht, behältst deine Gottheit nicht;

als Beute und Raub springst du in den Staub.     

 

Du Leben, du Licht wirst Mensch, der zerbricht,

da fließen die lebenspendenden Wasser des Heils.  

 

Herr, gib uns zu trinken davon. Dein Wort ist nicht irgendein Ton.

Es dringt in uns ein wie ein Feuer, wie Wein:  

 

Wer glaubt, der hat schon das Leben im Sohn, dem Urquell der lebenspendenden Wasser des Heils.  

 

Du Wort des Herrn bist wie ein Schwert, das Sehne und Mark durchfährt und Wahrheit heißt und Macht ist und Geist,

 

das ewig währt und uns verklärt

in der Kraft der lebenspendenden Wasser des Heils. Halleluja.“  

 

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

             

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
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Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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