Sonntagspredigt

 

Sonntag, 19. Juli

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!


Im Sonntagsevangelium (Mk 6,30-34) wird uns ein zweifacher Lebensaspekt vor Augen gestellt:  sich zurückziehen und aktiv sein. Jesus zieht sich mit seinen Jüngern an einem einsamen Ort zurück. Dann  wendet er sich wieder als guter Hirte den Menschen zu.

Jesus und seine Begleiter haben eine Ruhepause nötig gehabt, nachdem sie sich für viele Menschen eingesetzt haben. 

 

Auch wir haben Sehnsucht nach Ruhe, Entspannung, um zu sich selber zu kommen. Der Urlaub ist darum wichtig, einige freie Tage oder Wochen zu haben.

Dies soll eine persönliche Zeit sein, nämlich das tun, was man immer schon tun wollte: ein Hobby besonders pflegen, körperlich ausspannen, den Mut haben, „nichts“ tun, keine Leistung erbringen zu müssen.

Dabei kann man sich mit sich selber beschäftigen, nachdenken über das eigene Leben, den Gedanken freien Lauf lassen und nachsinnen: „Wer bin ich eigentlich, wie steht es um mich, was soll ich in meinem Leben fördern, wo soll ich mich ändern?“  

Vielleicht kommt dann der Impuls, sich auch mit Gott bewusst in Verbindung zu setzen, die Beziehung zu ihm überprüfen und das Gebet vertieft zu pflegen.

Eine gute Möglichkeit dazu ist die Hl. Schrift. Diese meditierend lesen wird neue Lebenseinsichten bringen.

In der Urlaubszeit und im Alltag des Lebens sollen wir nicht nur die Tageszeitung studieren  oder die Berichte von „Zeit im Bild“ verfolgen, sondern auch die Bibel als aktuelles Lebensprogramm in Betracht ziehen.

Sie vermittelt neue Orientierung im Blick auf das Zusammenleben der Menschen.  Jesus hat sich für die Jüngern bewusst Zeit genommen hat. Sie werden in aller Ruhe miteinander gesprochen haben.

Zeitnehmen für andere ist wichtig: die Ehepartner füreinander, mit den Kindern bewusst spielen   und sinnvolle und kreative Impulse setzen. Oder mit Freunden einiges unternehmen, sei es eine Wanderung oder kleines „Plauscherl“.  

Der zweite Aspekt ist das aktiv werden. Nach einer Erholungsphase kann man in den Alltag wieder leichter und kraftvoller einsteigen. Das wird sich auswirken auf den persönlichen Lebensbereich.

Aktiv sollten wir uns auch in das gesellschaftliche Leben einbringen, die christlichen Werte den Menschen der heutigen Welt anbieten, indem wir versuchen, überzeugend den Glauben zu leben.

Aktiv müssen wir auch werden im Blick auf die Nöte in vielen Ländern der Welt. Es gibt  Bürgerkriege und Hungerkatastrophen in allen Kontinenten. Dabei dürfen wir nicht die seelischen Nöte der Menschen übersehen.

 

Jesus hat sich als guter Hirte der Menschen erbarmt. Er hatte Mitleid mit ihnen. Auch wir müssen Mitleid mit den Armen haben, besonders mit jenen, die auf der Flucht sind.

 

Die Christopherusaktion am nächsten Sonntag ist ein effizienter Beitrag zur Linderung der Not.  Mit den Spenden finanziert die MIVA, die kirchliche Missionsgesellschaft, verschiedene Fahrzeuge für der ärmsten Regionen der Welt.

Das Thema lautet: „Die Mauern der Gleichgültigkeit überspringen!“ 

Heuer geht es vor allem um Peru. In Lima kümmerst sich ein junger Frauenorden um die Menschen in den Armenvierteln und um eine Schule für Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen. Sie brauchen einen Kleinbus, um die Kinder hin- und her zu bringen.

Unterstützung erhält auch der Missionar Franz Windischhofer. Er stammt aus dem Mühlviertel (Königswiesen). Er betreut fünf Pfarren im Hochland von Peru. Dieser Missionar braucht einen Geländewagen.  

Durch die Verkündigung des Evangeliums sollen den Menschen Mut und Orientierung vermittelt werden. Der hl. Christopherus ist der Patron und das Vorbild dieser Aktivitäten. Von ihm wird berichtet, dass er Menschen über einen reißenden Fluss getragen hat.

Helfen auch wir, dass Bedürftige dorthin kommen, wo ihnen geholfen werden kann.  

Und wieviel sollen wir spenden? Die Richtlinie für Autofahrer ist ein ZehntelCent für einen Kilometer. Natürlich sollen ebenso alle anderen Straßenverkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger ein finanzielles Zeichen der Dankbarkeit setzen. - Nähere Informationen: www.miva.at/downloads; Spendenkonto: IBAN AT63 2031 7002 0020 0665. 

Wir bitten zugleich um Schutz und Segen für das Unterwegssein im Straßenverkehr. Eine Fahrzeugsegnung ist am Sonntag, 26. Juli in Maria Steinparz nach der Christopherusmesse um 14 Uhr.         

Vertrauen wir uns Jesus, dem guten Hirten an. Er vermittelt Schutz und Geborgenheit. Seien auch wir gute Hirten für andere im kleinen wie im großen Lebensbereich. 

Dieses bringt ein Gebet zum Ausdruck:  

„Es sagte einmal die kleine Hand zur großen Hand:

Du, große Hand, ich brauche dich.

Ich bedarf deiner Kraft und deiner Erfahrung.

Ich möchte lernen von dir,

wie man das Schwächere birgt und behütet,

wie man den Strauchelnden hält

und dem Geängstigten Mut gibt,

wie man dem Unrecht wehrt

und für das Notwendige einsteht.

 

Und es sagte einmal die große Hand zur kleinen Hand:

Du, kleine Hand, ich brauche dich.

Ich bedarf deines Vertrauens und deiner Zärtlichkeit.

Ich möchte lernen von dir,

wie man sich ausruhen kann und feiern.

Mit dir möchte ich wieder ein Gebet versuchen,

das sich bittend dem hingibt, der uns hält und begleitet,

in dessen Treue wir alle geborgen sind,

auch die Zweifler.“

 

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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