Sonntagspredigt

Dreifaltigkeitssonntag, 31.Mai

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!


Es gibt wichtige Lebensfragen: Was ist der Sinn des Lebens? Wer ist der Mensch? Wie kann man das Leben meistern? Woher kommt der Mensch, was ist unser Ziel?

 

Um das zu beantworten, müssen wir uns Gott zuwenden. Denn ohne die Existenz Gottes kann man letztlich nicht sinnvoll das Leben erklären.

 

Doch wer ist Gott? Wie kann man ihn erfahren? Für uns Christen speziell: wer ist der dreifaltige Gott? Wie kann man sich dies vorstellen: ein Gott in drei Personen? 

 

„Gott“ kann für Menschen etwas ganz Verschiedenes bedeuten. Nur zu sagen: „Es muss schon irgend etwas Höheres geben“, wäre eine zu einfache Antwort. Philosophen und Religionsgründer haben durch ihre Impulse die Menschheitsgeschichte geprägt. Sie stellten sich die Fragen: Wie kann man beweisen, dass es Gott gibt? Wie kann man Gott begegnen?

 

Damit werden wir auch als Priester konfrontiert, in der Schule, im Gespräch mit Freunden, in der Diskussion mit Nichtglaubenden.

 

Ich persönlich gebe dann immer die Antwort: Sollte es keinen Gott geben, dann wäre das Leben für mich sinnlos. Ebenso wenn es nur eine Art unpersönlicher Kraft gäbe, wie die Esoteriker es meinen.


Sollte es viele Götter geben, dann weiß ich nicht, wem ich mich in dieser „Götter-Fülle“ anvertrauen soll. Das ergibt für mich auch keinen Sinn.

So bleibt nur der Eingottglaube. 

 

Wenn man diese Glaubensauffassung religionsgeschichtlich untersucht, so bleiben nur drei Religionen übrig, die einen einzigen Gott verkünden: das Judentum, das Christentum und der Islam. Von diesen drei sind das Judentum und das Christentum geschichtlich gesehen die ältesten.

 

Der Unterschied zwischen diesen zwei Religionen ist die Stellung von Jesus Christus. Die Juden sagen, er ist nicht der Messias, nicht der Sohn Gottes. Wir als Christen bekennen: Jesus von Nazareth ist der Sohn Gottes.  


Woher wissen wir das? Aus der Bibel. Dort sind Ereignisse festgehalten, wie sich Gott der Menschheit mitgeteilt hat. In der hl. Schrift erfahren wir das Leben von Jesus, seine Worte, seine Botschaft, seine Handlungen. Am markantesten sind sein Tod, seine Auferstehung und seine Geistsendung.


Die Verheißung, dass er uns hier im menschlichen Leben schon beisteht und uns ein ewiges Leben verheißt, ergibt die Konsequenz, ihm zu vertrauen, an ihn zu glauben.


Wenn man der Person Christus das Vertrauen schenkt, dann muss man auch das annehmen, was er lehrt, was seine Botschaft beinhaltet.  


Vor seiner Rückkehr in den Himmel verheißt Jesus den Heiligen Geist, der von ihm und dem Vater ausgehen wird. Dies ist auch machtvoll am Pfingsttag geschehen. In Sturmesbrausen und mit Feuerflammen kam der Geist Gottes auf die betende Gemeinschaft herab.  


Dass Gott drei Personen sind, kann man schon vor der Geistsendung in der Bibel nachlesen. Bei der Taufe Jesu im Jordan: die Stimme des Vaters erschallt: „Dies ist mein geliebter Sohn“ und der Geist Gottes schwebt wie eine Taube über Jesus.


Ähnliches Ereignis bei der Verklärung am Berg Tabor: wieder die Stimme vom Himmel, Jesus in leuchtender Gestalt und vom Hl. Geist umhüllt.

 

Das zeigt: unser Gott ist dreifaltig. Der eine Gott hat sich in dreifacher Weise mitgeteilt, als Vater- Schöpfergott, in Jesus Christus als Mensch gewordener Gott und als Heiliger Geist, der die Menschen bewegt und in uns ist.  


Für gläubige Menschen genügt es aber nicht, sich rein verstandesmäßig mit Gott auseinander zu setzen. Es muss zu einer gläubigen Anerkennung kommen. Mit dem Herzen an die hl. Dreifaltigkeit zu glauben ist der tiefste Lebenssinn.  


Weiters sollten wir die Überzeugung haben: weil Gott der Vater, der Schöpfer ist, darum sind wir seine Geschöpfe, seine Kinder, geliebte Söhne und Töchter Gottes.

 

In Blick auf Jesus sind wir erlöste Menschen. Durch seinen Tod und durch seine Auferstehung sind wir aus der sündhaften und sterblichen Welt herausgenommen. Er ist unser Erlöser und Heiland.  


Die dritte göttliche Person, der Hl. Geist, wirkt in uns und erinnert uns an das göttliche Leben. Er formt uns und will uns zur Weitergabe des Glaubens anregen.   


Geben wir stets Zeichen, dass wir an den dreifaltigen Gott glauben! Ich meine damit das Kreuzzeichen, mit dem wir uns täglich mehrmals bezeichnen. Machen wir das Kreuzzeichen mit Besinnung und mit Ehrfurcht. Es ist ein Segenszeichen und ein öffentliches Bekenntnis. Es soll uns an die Größe und an die Liebe Gottes erinnern.  


An diesem Sonntag ist auch Pfarrfirmung. 28 junge Menschen werden das hl. Sakrament der Firmung erhalten. Wir wollen für sie beten und auch uns persönlich fragen, wie wir als Erwachsene versuchen als Gefirmte zu leben.   


Bei der Firmspendung haben wir damals einen Glaubensakt gesetzt, nämlich, so gut es möglich war, sich für Gott entschieden. Wir sollten von Zeit zu Zeit innerlich das Firmsakramentes erneuern, sich bewusst dem Wirken des Hl. Geistes aussetzen. Wir müssen glauben, dass wir sind zur Mitgestaltung der Kirche von heute berufen sind.  


Machen wir es ähnlich wie damals die Männer und Frauen nach dem Pfingstereignis: Leben wir als geisterfüllte Christen! Geben wir positive Signale der Frohen Botschaften an die Mitmenschen in der Sprache der heutigen Zeit. Das Sprachenwunder von damals soll sich auch in der Gegenwart fortsetzen. Legen wir allen Pessimismus ab und glauben wir, dass wir unter Anleitung des Hl. Geistes Kirche und Welt verändern können und sollen.

 

Dompfarrer Norbert Burmettler


 


     


     


 


 


 


 


Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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