Sonntagspredigt

 

Neujahr 2017

 

Liebe Besucher, lieber Besucher unserer Homepage!  

 

„Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“ (Lk 2, 19), so steht es im heutigen Sonntagsevangelium.

 

Der Neujahrstag und auch Silvester sind Tage, wo wir einerseits feiern und andererseits nachdenken sollen: wie war das vergangene Jahr? Was wird uns das Jahr 2017 bringen?

 

Rückblick und Ausblick sind angebracht.  

 

Als erstes der persönliche Rückblick: Was war schön und wertvoll, was waren Höhepunkte in meinem Leben? - Dafür gilt es von Herzen „Danke“ zu sagen im Blick Gott und den Mitmenschen, sei es dem Ehepartner, den Familienmitglieder, den Freunden und Wohltätern.   

 

Auch soll nicht vergessen oder unter den Teppich gekehrt werden was nicht gelungen, verkehrt, fehlerhaft oder sündhaft war. Da ist die Bitte um Vergebung sehr wichtig, bei Gott und den betroffenen Mitmenschen.  

 

Auch der Blick in die Zukunft ist wichtig. Was sind die persönlichen Pläne für die kommende Zeit?

Welche Entscheidungen kommen auf Sie zu, kleinere oder größere?

 

 

Wichtig ist dabei, um den Segen Gottes bitten. Eigene Fähigkeiten und hilfreiche Mitmenschen sind eine große Stütze, aber letztlich ist „am Segen Gottes ist alles gelegen“ wie ein Schriftwort sagt.

 

Natürlich müssen wir unser Leben, unsere Pläne besonders Maria anvertrauen. Am heutigen „Hochfest der Gottesmutter Maria“ soll uns bewusst werden, dass sie auch unsere Mutter ist, unsere geistliche Mutter.

 

 

Bei der Rückschau unseres Lebens sind wir in das Weltgeschehen eingebettet. Im Jahr 1016 hat sich viel Positives aber auch Negatives ereignet.

 

Das Wertvolle, das Gute steht kaum in einer Zeitung, z.B. die  Hilfsaktionen der Kirche oder anderer Organisationen.

 

Im vorigen Jahr gab es große Probleme und gefährliche Situationen im Weltgeschehen, man denke an die Armut in der Welt, die schrecklichen Bürgerkriege, z.B. in Syrien; die großen Christenverfolgungen durch die IS und die Terroranschläge in Europa.

Da scheint der Friede in weite Ferne gerückt zu sein.

 

 

Darum ist der heutige Weltfriedenstag, der immer am 1. Jänner gefeiert wird, ein großes Anliegen. Papst Franziskus hat am Christtag bei seinem Segen „urbi et orbi“  um den weltweiten Frieden gebetet.

 

Friede als militärischer Waffenstillstand, als diplomatischer Vertrag oder als Ausdruck von Humanismus bleibt Krisen anfällig. Es muss die göttliche Dimension dazukommen: „Christus ist unser Friede“ heißt es in der hl. Schrift. Ohne Gott gibt es keinen wahren und beständigen Frieden.

 

Darum muss unser Neujahrswunsch sein, dass das Evangelium viele Menschen erreicht, damit der Weltfriede mehr gefestigt wird.

 

 

Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria wollen wir besonders vertrauen. Sie heißt ja „Königin des Friedens“. Maria soll das Weltgeschehen unter ihren Schutzmantel nehmen.

 

 

Das Bemühen um Frieden muss aber im eigenen Herzen beginnen. Sehr treffend hat das der hl. Franziskus ausgedrückt: „Herr mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“. 

 

 

Allein sind wir zu schwach, die Botschaft des Friedens, der Gerechtigkeit und der Liebe zu verwirklichen. Dazu brauchen wir Gemeinschaft, nämlich die Gemeinschaft der Kirche. Wir gehören dazu als Getaufte, als Gefirmte, als Menschen, die auf einem christlichen Weg sind.

 

 

Immer wieder gibt es Schlagzeilen in den Medien vom Versagen Einzelner in der Kirche. Das Fehlerhafte, das Sündhafte müssen wir eingestehen.

 

Aber es geschieht viel Wertvolles in der Kirche, in den einzelnen Pfarrgemeinden, auch in unserer Dompfarre. Es sind viele positive Ereignisse, ich kann diese nicht alle erwähnen.

 

 

Ich sage ein herzliches „Vergelt´s Gott!“ für allen Einsatz in der Dompfarre: den ehrenamtlichen, den offiziellen Mitarbeitern, den  Erwachsenen, den Familien, den Jugendlichen und den Kindern.   

 

Diese sind in vielen Bereichen der Pfarre tätig, in der  Liturgie, bei der Verkündigung, im sozialen Bereich, im Gebetsdienst bei der Anbetung im Dom.

 

 

Am 19. März ist Pfarrgemeinderatswahl. Ich bitte Sie jetzt schon um rege Beteiligung als Zeichen der Mitverantwortung in der Kirche, in der Pfarre. Sie können jetzt schon Kandidaten schriftlich vorschlagen. Bei den Ausgängen sind dazu Boxen aufgestellt.

Nähere Einzelheiten der Wahl werden noch bekannt gegeben.

 

 

Bitten wir den Hl. Geist, dass er uns als Pfarre, als Gemeinschaft der Kirche in eine segensreiche Zukunft führt. Er gebe uns Impulse, dass wir den Willen Gottes erkennen.

 

Seien wir  offen für das Neue, das Gott wirken will und stehen wir fest im dem, was die Grundbotschaft der Kirche ist. 

         

 

Vor allem soll unser Glaube gestärkt werden. Vertiefen wir ihn und verkünden wir diesen den Menschen der heutigen Zeit!

 

Seien Sie Friedensbringer, Glücksbringer für Ihre Angehörigen, für Ihren Ehepartner, für Ihre Familie, für Ihre Freunde, für Ihre Arbeitskollegen.

 

 

Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und allen,  die sich mit der Dompfarre verbunden wissen Gesundheit, Zufriedenheit und Gottes reichsten Segen, wie es im Buch Numeri steht (Num 6,22-27), der sog. Aaron-Segen:

 

 „Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende dir sein Angesicht zu und schenke dir Heil“.

 

 

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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