Sonntagspredigt

Sonntag, 20. August

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!  

Eine Frau aus Kana schreit zu Jesus. Dies wird im Sonntagsevangelium (Mt 15,21-28) geschildert. Sie bittet schreiend um Hilfe für ihre Tochter. Diese leidet unter einem Dämon.  

Im Grunde genommen leiden beide. Die Mutter innerlich. Sie nimmt Anteil an der Not ihrer Tochter und kann kaum helfen. Die Tochter leidet körperlich. Sie kann sich selbst überhaupt nicht helfen. Dazu ist sie zu schwach.  

Dieses Geschehen ereignet sich auch heute in vielerlei  Situationen. Das kann im persönlichen Leben sein. Kranke Angehörige brauchen Hilfe, seien es Eltern, die Kinder, Verwandte oder gute Freunde.

Als Christen haben wir für notleidende Menschen eine große Verantwortung. Unser Einsatz dafür ist ein Zeichen der christlichen Nächstenliebe.  

Die Krankheiten können ganz verschieden sein. Innerliche, psychische Probleme bedrängen den Menschen viel intensiver als organische Gebrechen.

Gott sei Dank haben wir in unseren Wohlstandsländern viele Möglichkeiten der medizinischen Hilfe: Spitäler, Pflegeheime, Ärzte, Psychotherapeuten, staatliche und kirchliche Organisationen.

Man denke an die vielfältigen Hilfestellungen der Caritas oder auch der Emmausgemeinschaft.   

Die Situation des Evangeliums müssen wir aber auf ein viel größeres Gebiet ausweiten, nämlich  auf die Hilfeschreie der dritten Welt. In vielen Kontinenten herrscht furchtbare Not.  

Der Dämon „Hunger“ beherrscht dort die armen Menschen. Tausende Menschen sterben an Hunger und Unterernährung. Missernten, Naturkatastrophen und auch die Ausbeutung von Konzernen sind die Ursachen.

Die Folgen von Hunger sind: Krankheiten, Verzweiflung, Antriebslosigkeit.  

Vor allem in Ostafrika und in der Sahelzone. Dort ist das Überleben ein täglicher Kampf.

Tote Kamele und Ziegen liegen zwischen vertrockneten Sträuchern im Sand. Männer, Frauen und Kinder sind auf die Haut abgemagert. Nach Monaten ohne Regen fehlen Trinkwasser und Nahrung. Dort ist eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der jüngsten Geschichte. 20 Millionen Menschen drohen zu verhungern, das ist mehr als doppelt so viele wie Österreich Einwohnern hat.  

Papst Franziskus sagt in seiner Enzyklika „Laudato si“, dass das Klima „ein gemeinschaftliches Gut von allen für alle ist“, aber die negativen Auswirkungen des Klimawandels fallen vor allem auf die Ärmsten zurück.  

Auf diese Hilferufe reagiert die Caritas. Sie hilft ganz konkret und zwar so, dass die Betroffenen wieder für sich selber sorgen können. Kleinbauern erhalten Saatgut und Nutztiere. Die Menschen werden dazu entsprechend geschult. Kinder erhalten auch Schulspeisungen und es ihnen wird die Teilnahme am Unterricht ermöglicht.

Die Caritas sorgt gezielt, dass die Armen sauberes Wasser erhalten, die Mitarbeiter verteilen Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel.  

Bitte unterstützen Sie diese Sammlung der Caritas, dass wieder viele Menschen eine Möglichkeit zum Überleben erhalten!

Erlagscheine und Proschüren liegen im Dom auf. Information auf: www.caritas.at/hunger 

Hören wir diese Hilfeschreie. Wir sollten wie die Frau im Evangelium sein. Sie möchte helfen. Sie hat  damals Jesus angefleht. Er hat geholfen.

Wir haben nun seinen Auftrag, an seiner Stelle zu helfen:  

„Liebet einander, wie ich euch geliebt habe!“

„Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mit getan!“  

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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