Sonntagspredigt

Sonntag, 3. Mai 

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage! 

Wie kann das Leben gelingen? Wie können wir als Christen sinnvoll leben?  Wo holen wir uns die Kraft, um als gläubige Menschen bestehen zu können? 

 

Zum Gelingen des Lebens gibt es an und für sich drei wichtige Aspekte:

Die eigenen Fähigkeiten gut einsetzen sollen; die Hilfe von anderen Menschen, Institutionen und Organisationen annehmen. 

Aber auch die Hilfe von Gott dürfen wir nicht vergessen. Seine Wegweisung ist in der Hl. Schrift grundgelegt. Es unser Lebensprogramm, das Sinn und Ziel des Lebens angibt.

Einen wichtigen Impuls gibt uns das Weinstockgleichnis (Joh 15, 1-8):

Christus ist der Weinstock, wir die Reben; wir werden Frucht bringen, d.h. das Leben meistern,  wenn wir eine innige und starke Verbindung mit ihm haben. 

Wenn das nicht der Fall ist, dann ist das Leben öde, innerlich leer, unerfüllt.

Man ist ausgetrocknet, ausgelaugt, oder man geht im Stress unter.  

 

Wie kann man und soll man die Verbindung zu Christus aufbauen bzw. verstärken? 

Es fängt mit dem Gebet an, mit der persönlichen Verbindung zum Herrn.

Beten heißt: Ich rede mit ihm, ich bringe ihm meine Sorgen. Ich bin offen für seine Impulse. Ich lasse mich von ihm durchströmen.  

 

Ein Vergleich dazu: In jeder Pflanze, auch im Weinstock fließt Chlorophyll, ein Art Lebenssaft.    Im menschlichen Körper ist es das Blut, das z.B. den Sauerstoff zu den wichtigsten  Organen transportiert.

In diesem Sinne ist auch das Gebet etwas Belebendes, etwas Lebensnotwendiges.  

 

Die Frage nun: Wie schaut unser persönliches Gebetsleben aus?

Welche Form des Gebetes habe ich mir angeeignet?

Ist es der Rosenkranz, gerade jetzt im Monat Mai; oder das betrachtende Beten mit der Hl. Schrift beten; oder ganz frei zu beten.

Vor allem müssen wir mit dem Herzen beten. Es kommt auf das Wie an, auf die Qualität des Betens, nicht auf die Quantität; und auf die Regelmäßigkeit. Es soll eine regelmäßige geistliche Nahrungsaufnahme sein.  

 

Damit Blumen, Sträucher und auch ein Weinstock gut gedeihen kann, braucht es auch ein gutes Erdreich, auch einen guten Dünger und vor allem die Sonnenstrahlen. Besonders die Sonne vermittelt „Energie“.      

 

Solche Kraftquellen für unser Leben sind die hl. Sakramente, eine übernatürliche Kräftigung. Diese vermitteln die „Gnadenströme“. 

Das geschieht z.B. bei der hl. Messe. Es ist die die hl. Kommunion, es sind die Worte der Bibel.

Oder bei der Firmung liefert sich man der Kraftquelle des Hl. Geist aus. Die Krankensalbung ist die übernatürliche Hilfe für die Kranken. 

 

Bei den Sakramenten dürfen wir ein Sakrament nicht vergessen: die Beichte, das Sakrament der Buße.

Auch dieser Hinweis kommt im Weinstockgleichnis vor: „Jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringen kann.“

Würden wir uns nie oder selten reinigen lassen, dann verdorrt man. Man würde keine Frucht bringen.  

 

Das Früchtebringen ist ja das Ziel vom Weinstockgleichnis. Wir sollen so handeln, dass unser Leben Frucht bringt. Wir sollen gute Früchte hervorbringen. Wir sollen Reben sein, die geschmackvoll sind.  

 

Um welche Früchte geht es? In der Lesung vom 1. Johannesbrief ist der Hinweis auf die zwei grundsätzlichen Früchte: der Glaube und die Liebe:  „Wir sollen an Jesus Christus glauben und einander lieben.“ (1 Joh 3,23) 

Die Liebe beinhaltet dabei eine große Bandbreite, eine große Fülle: Diese Früchte heißen:Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Geduld; Vergebung, Treue, Selbstbeherrschung!

Die Folgerungen sind dann: Friede, Hoffnung, Freude. 

Im Hinblick auf das Früchtebringen haben wir große Beispiele. Es sind die Heiligen.

Die Gottesmutter Maria hat die größte Frucht gebracht – Jesus. Im Vaterunser heißt es: „gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus“.

Besonders im Mai-Monat, Marienmonat wollen wir sie um Fürbitte anrufen, damit unser Leben die nötigen Früchte bringen kann.  

 

Momentan stehen noch zwei Heilige im Mittelpunkt: die „große Theresia“ und die „kleine Theresia“.

Die „Große“ ist die hl. Theresia von Avila. Wir feiern ihren 500. Geburtstag. Sie hatte große mystische Erlebnisse mit Christus. Ihr Wirken nach außen trug bei zur Reform der Kirche und des Ordens Karmelitenordens. 

 

Die „kleine“ Theresia ist die hl. Theresia von Lisiuex. Vor 90 Jahren wurde sie heilig gesprochen.

Sie ging den „kleinen Weg zur Heiligkeit“, im Alltag des Lebens in kleinen Schritten auf dem Weg zur Vollkommenheit voranschreiten.

Diese ihre gelebte Liebe hat sich auf die Mitmenschen ausgewirkt. Ihre Spiritualität hat sich durch den Karmelitenorden in die ganze Welt ausgebreitet, wie wenn in Stein ins Wasser und die Wellen sich ausbreiten.

Dies wurde so intensiv, dass sie sogar die Patronin der Weltmission wurde. 

In ihrer Selbstbiografie schreibt sie: „Ich möchte die Welt durcheilen, in allen Erdteilen das glorreiche Kreuz aufpflanzen und in allen Erdteilen das Evangelium verkünden.“  

 

Darum gibt es die Aktion, dass ihr Reliquienschrein in viele Länder der Welt gebracht wird. Damit soll Christus im Mittelpunkt stehen, der das Leben der hl. Theresia geprägt hat und auch unser Leben prägen soll.

Als zweites soll hingewiesen werden, dass wir eine missionarische Kirche sein sollen. Das Evangelium soll alle Völker erreichen, eine „Neu-Evangelisation“ ist angesagt: 

 

Am Freitag und Samstag ist der Reliquienschrein hier im Dom. Das soll unseren Glauben an Christus vertiefen, es soll uns ermutigen, das Evangelium zu verkünden. 

Kommen Sie darum zu den verschiedenen Gottesdiensten und besinnlichen Angeboten. Das genaue Programm ist im „Sonntagsblatt“ und auf der Homepage.  

 

Dies ist alles im Einklang mit dem Weinstockgleichnis: mit Christus dem Weinstock in guter Verbindung zu  sein und Früchte bringen, die von Liebe und Glauben geprägt sind. 

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

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