Sonntagspredigt

 

Ostersonntag, 20. April

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!

 

Das Erlebnis der Frauen, das uns als Osterbericht im Matthäusevangelium (Mt 18,1-10) überliefert wird, ist faszinierend, außerordentlich, Furcht erregend, freudig, hoffnungsvoll und göttlich zugleich.

 

Außerordentlich deswegen, weil das Ereignis alle menschlichen Vorstellungen sprengt; Furcht einflößend durch das Erdbeben, durch den leuchtenden Engel und durch die zitternden Wächter. Hoffnungsvoll und freudig der Ausspruch des Engels:Fürchtet euch nicht! Er (Christus) ist auferstanden“.

Ein bewegendes Ereignis: Die Frauen eilen zu den Aposteln, sie verkünden die Auferstehung.

Und nicht zu übersehen: Es ist ein ganz persönliches Ereignis. Jesus erscheint ihnen in liebevoller Weise.

Ereignis von damals – nur von damals?  Nur ein liturgisches Gedächtnis, das wir feiern ?

Das wäre letztlich zu wenig.

 

Das Geschehen von damals muss unser Leben auch heute betreffen, ganz persönlich, als Gemeinschaft, als Kirche. Es muss uns betroffen machen, uns bewegen, uns Hoffnung geben. Es soll letztlich unser Leben verwandeln.

 

Wie kann das geschehen? Was sollen wir dabei beachten? Wie soll unsere Lebenseinstellung sein?

 

Die Lebens- und Glaubenserfahrungen der Frauen des Evangeliums geben uns Antwort. Wenden wir dieses Geschehen auf unser Leben an:

 

Ausgangspunkt: Die Frauen gehen zum Grab, traurig, betrübt, schmerzhaft bewegt, fragend, zweifelnd. Aber trotzdem war etwas in ihnen lebendig: die Hoffnung. Diese ist nicht gestorben.

In gewisser Weise war das Vertrauen zu Jesus noch da. Sie werden an seine Wunder gedacht haben, an seine aufbauenden Worte, an seine Liebe zu den Menschen, vor allem zu den Sündern und Schwachen.

Gute Erfahrungen und schmerzhafte Gefühlsregungen werden in den Herzen und Gedanken der Frauen vorherrschend gewesen sein.

 

Ist das nicht auch ein Bild für unser Leben? Es gibt die guten Erfahrungen mit Gott, Glaube, Kirche und christlichen Mitmenschen. Aber auch schmerzhaftes Fragen wird es geben in Richtung Gott, Kirche, gläubiges Leben. Oder die Fragen: warum das Sterben, warum die Krankheit, was ist der Sinn und das Ziel meines Lebens?

Wo gibt eine überzeugende Antwort? Wer kann Lebenserfahrungen vermitteln, die Halt geben?

 

Die Frauen vom Osterbericht geben Antwort darauf: ihre Lebenseinstellung - nicht resignieren, sich nicht zurückziehen, nicht abkapseln, nicht abwenden oder das gute Erfahrene über Bord werfen.

 

Das Ostergeschehen ermutigt, Gott zu suchen, trotz Problemen und Sorgen, genau genommen wegen der Probleme und der Sorgen. Die Frauen wurden bei ihrer Gottsuche nicht enttäuscht! Christus, der Auferstandene ist ihnen persönlich begegnet. Viele ähnliche Osterberichte werden in der Bibel berichtet.

Wenn man alles genauer betrachtet: Jesus war der Initiator. In der Bibel steht: „Er kam ihnen entgegen!“ Er hat sie sogar als erster gegrüßt.

Dann die Antwort und Reaktion der Frauen: Sie gingen auf Jesus zu.

 

Die Folgerung für unser persönliches Leben: Christus will, dass wir ihm begegnen, er kommt uns entgegen. Natürlich müssen wir selber Schritte unternehmen. Es ist ein gegenseitiges aufeinander Zugehen.

Die Konsequenz und die Aufforderung von Ostern ist: geistliche Schritte setzen in Richtung Gott, um Christi Nähe zu erfahren.

 

Letztlich und vor allem geht es im Leben eines Christen um die innerliche Zuwendung zu Gott. Im Gebet und in den Sakramenten begegnen wir auf besondere Weise dem barmherzigen Gott, besonders in der Beichte. Da können wir eine innerliche Auferstehung zu erfahren.

 

Die Fastenzeit war eine wichtige Zeit, neue Orientierung zu finden, zu einer guten und hoffnungsvollen Lebenseinstellung zu kommen. Sie werden vielleicht neue Vorsätze gefasst haben. Sollte Ihnen das in etwa gelungen sein: Bleiben Sie weiterhin auf diesen Erfolgskurs. Nehmen Sie dazu geistliche Hilfen in Anspruch.

 

Auch die Lesungen der Osternacht geben Orientierung und Hoffnung.

Im Buch Ezechiel (Ez 36,26) steht die Verheißung: „Ich schenke euch ein neues Herz. Ich lege einen neuen Geist in euch. Ich gieße reines Wasser über euch aus, ich reinige euch!“

 

Im diesem Sinn auch die Folgerung vom Römerbrief (Röm 6,4-5): „Da wir auf Christus getauft sind, sollen wir auch als neue Menschen leben und nicht Sklaven der Sünde bleiben.“ – Leben wir bewusst als Christen, als Getaufte! Versuchen wir, nach dem Willen Gottes zu leben!

 

Oft wird dabei unser Glaube geläutert. So der Bericht von Abraham, der seinen Sohn Issak opfern soll (Gen 22,1-18). Der Herr prüfte den Glauben von Abraham. Trotz dieses unverständlichen göttlichen Befehles ist Abraham treu geblieben. Versuchen wir auch Gott treu zu sein, auch dann, wenn es schwer ist. 

 

Um durchzuhalten brauchen wir Gemeinschaft. Wir sind nicht allein unterwegs. Wir gehören zum Volk Gottes. Das Ostergeschehen betrifft auch die Gemeinschaft der Kirche. Auch für sie gilt die Verheißung der Auferstehung. Es soll wieder neues Leben in der Kirche erblühen.

 

Das Schmerzhafte, Unverständliche und vielleicht Enttäuschende soll keine Stagnation in uns hervorrufen. Machen wir es wie die Frauen vom Osterbericht: Sie setzen sich in Bewegung. Sie laufen zu den Aposteln und teilen diesen ihre ermutigenden Erfahrungen mit. Die furchtsamen Apostel bekommen wieder einen neuen Anstoß, wichtige Impulse. Die Apostel geben ihre resignierende Haltung auf. In der Folgezeit erfahren auch sie ebenfalls den Auferstandenen und werden überzeugende Glaubensverkünder.

 

Liebe Gläubige! Setzen wir gemeinsam die Kirche in Bewegung in Richtung von Lebendigkeit des Glaubens, Treue zu Christus und Nöte der Menschen. Der Auferstandene ist unter uns. Er soll uns, weil wir alle die Kirche sind, mit dem Geist des Mutes, der Liebe und der Glaubensstärke erfüllen. Lassen wir uns vom Geist des Auferstandenen formen. Setzen wir unsere Hoffnung auf seine göttlichen Impulse, nicht so sehr auf menschliche Maßstäbe.

Machen wir das als Getaufte, als Christen des Alltags, als Mitarbeiter in den Pfarren, als Ordensleute, als Priester, als Bischöfe.

 

Denken wir dabei an die Lesung aus dem Buch Exodus (Ex14, 15-15,1). Gott führt sein Volk sicher durch die Fluten des Meeres, er bewahrt es vor dem sicheren Untergang.

Auch in der heutigen Zeit verlässt der Herr verlässt sein Volk nicht, auch dann nicht, wenn es menschliche Schwächen und Bedrohungen von außen gibt.

 

Momentan werden von allen Religionen die Christen weltweit am meisten verfolgt. Die offizielle Zahl ist erschreckend: rund 250 Millionen Christen werden in 50 Ländern der Erde verfolgt, sei es im Mittleren und Nahen Ostern, Afrika oder in Asien.

 

Wenn wir hier bei uns in aller Freude und Entspanntheit Ostern feiern, dürfen wir diese Menschen nicht vergessen! Sie sind unsere Brüder und Schwestern. Gedenken wir ihrer.

Beten wir, dass für diese eine gesellschaftliche Auferstehung erfolgt, dass Friede und Gerechtigkeit sich durchsetzt.

 

Liebe Schwestern und Brüder! Ostern, Auferstehung: Der Ursprung davon liegt bei Jesus Christus. Die Auferstehung muss in der Gegenwart lebendig bleiben, sie soll sich auswirken in guter Weise auf die Zukunft, auf die Zukunft der Welt, der Gesellschaft, der Kirche und auf uns ganz persönlich.

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!

 

Martha und Maria werden uns im Sonntagsevangelium (Lk 10, 38 – 42) vorgestellt, zwei Schwestern mit ganz verschiedenen Eigenschaften. Martha ist die Aktive und die Sorgende, sie setzt gute Taten. Maria ist  scheinbar untätig, sie hört Jesus zu, eine innerlich geprägte Frau.

 

Beides ist wichtig: die guten Taten und die Innerlichkeit. Dem Hl. Benedikt wird der Ausspruch zugeschrieben: „ Bete und arbeite!“

 

Wenn wir das auf unser Leben konkret anwenden, besteht meistens die Gefahr, dass wir zu aktiv leben. Viele von uns werden geplagt von Stress, Einsatz und Terminen, eingespannt in die Leistungsgesellschaft.

Dass innerliche Leben kommt zu kurz. Es fehlt die Ruhe, die innere Ausgeglichenheit. Das Gebet wird kaum gepflegt, damit leidet der Glaube, die Ausrichtung auf Gott.

 

Im Urlaub und jetzt in den Sommermonaten sollten wir uns bemühen, bewusst für sich selber Zeit zu nehmen: gemütlich zu Hause leben;  im Bad, beim Spazierengehen und Wandern sich entspannen; nachdenken über das eigene Leben; die Beziehung zu Gott überprüfen. Praktisch können wir das z.B. tun in der Stille, beim Gebet, bei der Anbetung in der Kirche.

 

Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, Exerzitien zu machen, einen Glaubenskurs mitzumachen oder an besinnlichen Zusammenkünften teilzunehmen. Informationen gibt es im Kirchenblatt, im Eingang des Domes liegen dafür Prospekte auf.

 

Martha und Maria haben zu Hause eine gute Atmosphäre aufgebaut. Jesus kam dort zu ihnen oft auf Besuch. Das soll für uns ein Impuls sein, Gott immer wieder in das persönliche Leben einzuladen, sich selber als Wohnung Gottes zu betrachten, als Tempel des Hl. Geistes. Räumen wir alles aus, was nicht ins christliche Leben passt, machen wir eine „Lebens-Inventur“.

 

Auch andere Menschen werden in das Haus von Bethanien gekommen sein. Martha und Maria werden mitgeholfen haben, dass sich alle wohlfühlten. Auch unsere Aufgabe besteht darin, anderen das Leben zu erleichtern, ihnen beizustehen, Hoffnung zu geben, den Glauben zu vermitteln.

 

Überlegen Sie: Wer braucht hier bei uns meine Hilfe, meine Zuwendung? Wo kann ich mithelfen, dass eine gute christliche Atmosphäre entsteht, mit Taten, mit Worten, mit Gebet?

 

Unser Blick muss sich auch auf entfernte Länder richten, wo es Armut, Not, Verfolgung und Bürgerkrieg gibt. Das soll uns nicht kalt lassen. Unsere Nächstenliebe muss weltweit sein. Wir haben manche Möglichkeiten, konkret, gezielt zu helfen, z.B. die Christopherus-Aktion, die am heutigen Sonntag als  Sammlung bei den Messen durchgeführt wird.

Dadurch kann die MIVA Missionsfahrzeugen anschaffen. Jeder Straßenverkehrsteilnehmer ist dazu aufgefordert, als Autofahrer, als Radfahrer oder als Fußgänger zu spenden. Die Not geht uns alle an! Möglichkeit zur Bankeinzahlung: Sparkasse Lambach 0200200665; BLZ 20317; Raika Edt 85282; BLZ 34083; PSK 1140000; BLZ 60000

 

Durch die Spenden werden über 60 Projekte finanziert. Der Schwerpunkt ist heuer Indien, die Diözese Patna. Dort ist Erzbischof William D`Souza ist der Ansprechpartner.

Mehr als 90 Prozent der Menschen dieses Gebietes gehören zur „Kaste der Unberührbaren“. Die Missionare können nun durch Fahrzeuge besser zu den Ärmsten hinkommen, Kranke in Spitäler bringen und Kinder in den Schulen besser versorgen.

 

Durch diese konkrete Nächstenliebe wird gleichzeitig auch der christliche Glaube zu den Menschen gebracht. Die Hilfe der MIVA ist einerseits konkret, technisch und materiell, aber auch andererseits ein Werkzeug zur Verkündigung der Frohen Botschaft. Die Menschen können zusammenkommen zur Eucharistiefeier, den Glauben besser leben, einander im Glauben unterstützen, den Glauben teilen. - Bedenken wird das im „Jahr des Glaubens“!

 

Als Gemeinschaft der Kirche sind wir aufgefordert, Liebe und Glauben weiterzugeben: Liebe  getragen vom Glauben, Glauben getragen von der Liebe.

Papst Franziskus wendet sich z.B. in besonderer Weise den Armen zu, er umarmt die Menschen und er fuhr nach Lampidusa zu den Bootsflüchtlingen.

Wirken auch wir in seinem Sinn!

 

Der Hl. Christopherus soll uns dabei ein Vorbild sein. Der Name bedeutet: „Christus-Träger“. Es wird   berichtet, dass er Menschen über einen Fluss getragen hat. Eines Tages kam er drauf, dass er eigentlich Jesus trägt.              

Das gilt auch für uns, wenn der Herr sagt: „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder/Schwestern getan habt,  das habt ihr mir  getan!“

 

Ein ähnliches Ereignis wird in der 1. Lesung aus dem Buch Genesis berichtet (Gen 18,1-10).     Abraham und Sara bewirten unbekannte Männer. Dann kommen sie drauf, dass es Gott selber ist, den sie bewirten.

 

Tragen wir Christus zu den anderen und auch im eigenen Herzen!

Seien wir in diesem Sinne wie Martha und Maria von Bethanien. Setzen wir gute Taten wie Martha, seien wir innerliche Menschen wie Maria, erfüllt und gestärkt von der Gegenwart des Herrn.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!

 

Im Blick auf die Gebetswoche der „Einheit der Christen“, die vom 18. bis 25. Jänner gefeiert wird, soll der Herzenswunsch Jesu im Mittelpunkt stehen: „Alles sollen eins sein!“

Diese Einheit im kleinen wie im großen Bereich zu leben ist schwer. Das hat schon mit den Aposteln angefangen und hat sich in der Kirchengeschichte fortgesetzt. Durch das Versagen der Christen kam es zu Spaltungen, sogar zu Glaubenskämpfen. Dieser furchtbare Skandal belastet uns immer noch. Unsere Schuld müssen wir eingestehen.

 

Unser großes Anliegen ist es, Schritte zu unternehmen, die zu einer sinnvollen und zu einer Gott gewollter Einheit führen. Dies kann sicherlich nicht durch Verhandlungen oder diplomatisches Geschick erreicht  werden.

Welche Impulse oder Zielvorstellungen sind zu einer ersehnten Einheit notwendig?

 

Als erstes brauchen wir die Einheit der Liebe. Das ist die Voraussetzung für die Einheit des Glaubens und gilt für alle christlichen Kirchen. In der Hl. Schrift steht: „Seht, wie sie einander lieben!“ 

Das soll uns anspornen, Glaubenskämpfe und Konkurrenzdenken aufzugeben. Die Christen anderer Kirchen sind keine Feinde, sondern Geschwister, Brüder und Schwestern. Jeder hat                      einen verschiedenen Charakter, verschiedene Fähigkeiten und Schwächen. Auch bei den Aposteln war es so.

 

Das II. Vatikanischen Konzil brachte einen neuen Impuls: wir sind als gemeinsames Volk Gottes unterwegs. Es geht nicht um Machtausübung, sondern um eine Begegnung in Liebe, sei im Gespräch, im Denken oder im Handeln.

 

Der zweite Schwerpunkt muss die Einheit durch Versöhnung sein, nicht krampfhaftes Zurückschauen und keine einseitige Schuldzuweisungen, sondern Klopfen an der eigenen Brust. Auf höherer Ebene geschah dies damals zwischen Papst Paul VI und dem Patriarchen  Athenogoras. Auch Kardinal König hat sich für die Versöhnung der Kirchen viele Verdienste erworben.

 

Die Einheit im Glauben müsste die Folgerung der Einheit der Liebe und der Versöhnung sein. Schauen wir nicht so sehr auf die Unterschiede der Bekenntnisse, sondern auf Christus, den gemeinsamen Herrn und Gott. Das Ziel müsste es sein, ihn anzuerkennen und ihn zu verehren.

 

Basis dafür sind die Bibel und die Taufe. Die Bibel ist die Offenbarung Gottes an alle, die          Taufe wird von allen Kirchen anerkannt, im Gegensatz zu manchen Sekten. Diese wünschen kaum eine Gemeinschaft mit den Kirchen.

 

Geben wir gemeinsam Zeugnis für Christus und seine Botschaft, „damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“. Die Einheit soll überzeugen, denn wenn eine Gemeinschaft zerstritten ist, dann ist sie nicht glaubwürdig!

 

Die Einheit muss sich vor allem auch im Gebet und beim Gottesdienst ausdrücken. „Gott wohnt im Lobpreis seines Volkes“, heißt es in den Psalmen.                           

Damit das ehrliche Streben nach Einheit in richtiger Weise vor sich gehen kann, müssen alle offen sein für das Wirken des Hl. Geistes. Nicht das menschliche Wirken darf den Ton angeben, sondern die Impulse des Hl. Geistes. Dann wird es zur ersehnten Einheit kommen.

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage!

Die Dompfarre begeht jedes Jahr den Sozialsonntag. Es werden jeweils Projekte vorgestellt – abwechselnd einmal ein inländisches Projekt, dann eines aus dem Ausland.

Heute schauen wir schauen wir auf die Not, die wir hier bei uns erleben: Menschen läuten an der Pfarrhoftüre und bitten um Hilfe. Als Dompfarrer höre ich mir jeden Hilfesuchenden an und versuche Hilfe zu leisten, wo echte Not besteht. Ich nehme mit der Sozialberatung der Caritas Kontakt auf. Meist sind die Menschen dort bekannt. Ihre Situation überprüft.

Es ist sowohl die Caritas allein nicht in der Lage, jede Not zu lösen, wie auch die Pfarre nicht. Aber gemeinsam kann besser geholfen werden.

Wir müssen bestätigen, was Untersuchungen sagen: die Armut in Österreich nimmt zu!

Was ist nun wirklich die Not von heute?

Wenn von Armut gesprochen wird, so werden damit häufig die Begriffe wie Hunger, Durst und Obdachlosigkeit in Verbindung gebracht.  Armut in diesem Sinne bezieht sich auf den Mangel an materiellen, existenzsichernden Mitteln.  Grundsätzlich verfügt unser Land über ausreichend Ressourcen, um die Primärbedürfnisse wie Nahrung, Wohnen und Kleidung  aller zu befriedigen.

 

Warum aber leben laut Statistik Austria dennoch 431.000 Menschen in Österreich in manifester Armut und sind auf Grund ihrer finanziellen Situation von vielen Lebensbereichen ausgeschlossen? Warum gelten über 1 Million in Österreich lebende Personen als armutsgefährdet? Ist es eine Frage der Gerechtigkeit? Eine Frage der Verteilung?

Laut  Sozialbericht gibt es in Österreich sowohl eine steigende Ungleichheit bei den Lohneinkommen, als auch eine sehr ungleiche Vermögensverteilung. An der Spitze der österreichischen Vermögensskala befinden sich 5% der Haushalte. Am anderen Ende der Skala leben in unserem Land 13 % der Gesamtbevölkerung unter der Armutsgrenze. In dieser Gruppe häufig anzutreffen sind Alleinerzieher/Innen, allein lebende Personen mit Pensionsbezug, Migrant/Innen, Menschen in Mehrpersonenhaushalten mit mehr als zwei Kinder, Langzeitarbeitslose, sowie Personen, deren Einkommen aus Teilzeitbeschäftigungsverhältnisse die monatlichen Fixkosten nicht deckt.

 

Während sich die Lebensgeschichten der Betroffenen als sehr individuell darstellen, sind die auftretenden Probleme häufig sehr ähnlich. Drohender Wohnungsverlust wegen Mietzahlungsrückstände, aus Eigenmitteln nicht finanzierbare Ernergierechnungen und  hohe Kosten für Lebensmittel sind die häufigsten Gründe dafür, dass Menschen um finanzielle Unterstützung bitten.

 

All diese Problematik betrifft uns täglich. Die „versteckte Not“ befindet sich, wo man sie nicht vermutet.

Daher haben wir uns im Sozialausschuss der Pfarre entschlossen, Ihnen dies am heutigen Sozialsonntag mitzuteilen und Sie zu bitten, für die Menschen, die unter uns leben, das Herz zu öffnen, damit die Pfarre besser helfen kann.  Aus Diskretion kann  ich hier kein konkretes Beispiel beschreiben.

Sogenannte „Obdachlose“, die von einem Tag zum anderen schauen, wie sie überleben, bekommen einen Essensgutschein für SOMA. Sie wissen, dass sie kein Bargeld bekommen. 

 

In unserer Pfarre geschieht Gott sei Dank auch aus Eigeninitiative viel Gutes. Es wird im Stillen oft  Hilfe geleistet.

 

Als Pfarre und als Kirche sind wir verpflichtet, uns um die Armen anzunehmen, dazu ruft Papst Franziskus vehement  auf.

 

Gleichzeitig möchte der Sozialausschuss der Pfarre bitten, wenn Sie jemand kennen, der sich selber vielleicht nicht traut zu kommen, dass Sie  dies in der Pfarrkanzlei melden.

 

Es gibt auch eine Selbstbesteuerungsgruppe in der Pfarre. Diese wurde unter Dr. Stefan Frühwald und wird nach wie vor weitergeführt. Die Einzahler haben da ein Mitspracherecht, wofür die Spenden verwendet werden. Folder liegen am Schriftenstand auf.

Dompfarrer Norbert Burmettler

 

Gebet:

Öffne meine Augen Herr,

für die Wunder deiner Liebe.

Mit den Blinden rufe ich:

Heiland, mache, dass ich sehe.

 

Öffne meine Ohren Herr,

für den Anruf unsrer Armen.

Lass nicht zu, dass sich mein Herz

Ihrer großen Not verschließe.

 

Öffne meine Hände Herr,

Bettler stehen vor meiner Türe

und erwarten ihren Teil.

Christus, mache, dass ich teile. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gottesdienstzeiten

Sonntag:
09:15 - 10:30 - 11:45 Uhr

Samstag:18:30 Uhr
Vorabendmesse


Wochentags:
Mo-Sa 7:00 u. 8:00 Uhr
Di, Do, Fr 18.00 Uhr

Laudes:
Di-Do 7.30 Uhr

Vesper:
Mi 18.00 Uhr

Schriftstellen v. Sonntag

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