Beichte (Eine Dusche für`s Herz)

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Ich gehe zur Beichte,

kommst du mit???

 
Nein, ich will nicht und ich kann nicht und ich brauche nicht und ich war schon so lange nicht und wozu überhaupt und ich habe eh niemanden umgebracht, und.......so weiter


 

Es geht um das Sakrament, das vielen am unangenehmsten ist (niemand beichtet gerne) und das doch total wichtig ist.

Zugegeben: Beichten ist unangenehm!

Wenn es darum geht uns gut hinzustellen und uns selbst vor den anderen zu loben und damit anzugeben, wie toll wir sind: Da sind wir gleich dabei! Aber in der Beichte geht es ja darum, dass ich meine dunklen Seiten dem Priester, und damit Christus selbst, sage. Bei der Beichte sage ich nicht: „Ich bin so toll!“, sondern: „Ich habe gesündigt! Ich habe versagt! Ich bin nicht so gut, wie ich mir vorkomme!“

 

Wichtig ist, dass wir uns trauen, bei der Beichte unsere Sünden auszusprechen, auch wenn wir uns sehr dafür schämen. Das Aussprechen befreit, der schamrote Kopf macht gar nichts. Vor Jesus brauchen wir uns nicht zu schämen, er kennt uns ja sowieso und weiß genau, wo der Dreck in unserem Herzen liegt. Wenn ich diesen Mist wegräume, ist wieder Platz für seine Kraft und Gnade in meinem Herzen. 


 

Vor der Beichte musst du gut dein Gewissen erforschen.

Dazu brauchst du Stille und das Licht des Heiligen Geistes. Denke gut nach, was bei dir schief läuft. Geh die 10 Gebote durch oder nimm dir ein Gotteslob, dort sind verschiedene „Gewissensspiegel“. Da kannst du auf einiges draufkommen, was bei dir falsch läuft. Und dann bitte Gott um den Mut zu einer guten Beichte.

Der hl. Don Bosco hat einmal in einem Traum gesehen, wie die Dämonen den Jugendlichen den Mund zuhalten, damit sie gerade die Sünden, die sie am meisten belasten, sich nicht zu sagen trauen. Gib diesen Dämonen des Verschweigens keine Chance und sei offen und ehrlich!Um gut beichten zu können, brauchst du auch Reue.


Um gut beichten zu können, brauchst du auch Reue.

Sag Jesus: Meine Sünden tun mir leid, ich habe dir wehgetan. Und dann geschieht bei der Beichte das große Wunder. Der Priester sagt: „Ich spreche dich los von deinen Sünden!“ Das ist eine Auferstehung für dich: Du bist den Schmutz wirklich los, dein Herz erstrahlt rein und schön und unbefleckt wie am Tag der Taufe. Du bekommst eine ganze Ladung Gnade für dein Leben. Das spürt man meistens auch, dass es nach dem Beichten viel besser geht!

Freilich: Sei nicht frustriert, wenn du wieder in die Sünde zurückfällst, sondern dann gehst du halt frisch und froh wieder zur Beichte. Das haben auch die Heiligen gemacht. Auch Mutter Teresa ging dauernd beichten, auch Papst Johannes Paul II. - jede Woche.

Unser Leben ist halt bis in die Todesstunde ein Kampf gegen die Sünde. Aber in diesem Kampf wirst du siegen, wenn du dich traust, das Sakrament der Beichte zu nützen.


Wie oft sollst du beichten?

Also: Wie oft wechselst du die Unterwäsche? Doch wohl regelmäßig, sonst würdest du ja bald unerträglich stinken! Lass nicht zu, dass dein Herz faul wird von der Sünde, geh regelmäßig beichten.

 

Als gute Regel empfehle ich dir: Geh jeden Monat zur Beichte und immer dann, wenn es notwendig ist. Such dir bitte auch einen Priester, bei dem du das regelmäßig machen kannst. Er kennt dich dann bald und kann dir dadurch besser helfen. 

Übrigens: Die Priester sind ganz lieb und helfen dir beim Beichten, wenn du sie darum bittest.

Und zum Schluss: Bitte vergiss wirklich alle Ausreden, die du dir vielleicht bisher zurechtgelegt hast, um nicht beichten zu gehen. Jesus hält dir seine ausgebreiteten Arme entgegen, um dich ganz neu zu machen. Trau dich! Wirf dich in seine Arme!


 

Am Ostermorgen sagt der auferstandene Jesus zu den Aposteln (er haucht sie dazu sogar an!):

„Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.“ (Joh 20,22f.)