Mit Dankbarkeit erinnern wir uns an unseren Pfarrer P. Johann Stokinger SDB

 

P. Johann Stokinger

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh 11,25)

 

P. Stokinger war 22 Jahre bei uns Pfarrer und hat uns wesentlich im Glauben geführt und begleitet. Er war für viele von uns ein treuer Seelsorger, ein Begleiter in schwierigen Situationen, ein Tröster, aber auch ein guter Freund, mit dem man sich Geschichten erzählen konnte und mit dem man auch herzlich lachen konnte.

Genauso wie wir erfreute auch er sich an den kleinen Dingen im Leben, an Kinderlachen, an fröhlicher Gesellschaft, aber auch die guten Gespräche über unsere Kirche und unseren Glauben waren für ihn sehr wichtig und schön.

Ich glaube wirklich, dass er seinem Ordensgründer Don Bosco sehr ähnlich war. Eine Spielwiese, ein offenes Pfarrheim, ein gut besuchter Gottesdienst und das gemeinsame Gebet, das waren für P. Stokinger die schönsten und wichtigsten Dinge im Leben.

Er war sozusagen einer von uns. Für mich verkörperte er den guten Hirten, der für uns sorgte und für uns da war.

Deinhofer Leo PGR-Obmann


 

 

Pater Stokinger hatte immer etwas für die Jugend übrig und so hat er auch die Katholische Jungschar stets in ihren Vorhaben unterstützt. Wenn wir ihn gefragt haben, ob wir dieses und jenes so machen könnten, dann war seine Antwort immer „Macht es, wie ihr glaubt. Das wird schon passen.“ Und damit hat er zum einen sein entgegengebrachtes Vertrauen zum Ausdruck gebracht und uns zum anderen auch die Freiheit gegeben, uns mit der KJS zu entfalten.

Er war jahrelang fixer Bestandteil unseres Jungscharlagers und die meisten von uns durften miterleben, mit welcher Freude er dabei war und wie er aufging in seiner Rolle.

  • Er ist morgens als allererstes aufgestanden und hat in gewohnter Manier – in seiner Knickerbocker mit Hosenträgern – zeitig in der Früh schon Holz gehackt.
  • Er war der, zu dem man ging, wenn man ein Problem hatte, unzufrieden war oder irgendetwas nicht gepasst hat. Dann hatte er immer einen passenden Rat auf Lager.
  • Und er war der, der uns neben der „Howibank“, „Der schönen Polenta“ und dem „Lied vom Pfarrer seiner Kuh“ noch einen Haufen anderer Spompanadeln beigebracht hat, die wir heute noch an unsere Jungscharkinder weitergeben. Somit ist unser Pater Stokinger nach wie vor ein Bestandteil des Jungscharlagers und immer noch irgendwie „dabei“.
  • Auch lange nachdem er nicht mehr auf das Jungscharlager mitfuhr, hat er uns immer noch mit Materialien und Spieletipps versorgt. Es gab bislang kein Lager, wo wir nicht in die Situation kamen, in der wir uns fragten: „Was hat denn der Stoki immer gesungen?“
  • Pater Stokinger hat die Jungschar und das Jungscharlager zu dem gemacht, was es heute ist.

Und ich glaube, ich spreche im Namen der gesamten alten und neuen Jungschar, wenn ich sage, dass Pater Stokinger für die KJS viel mehr als nur „der Herr Pfarrer“ war. Er war unser Freund. Ein Freund mit dem man Spaß haben konnte und ein Freund auf den man sich verlassen konnte. Und deshalb wollen wir mit unserem Lied „Es ist schön solche Freunde zu haben“ noch einmal DANKE sagen, für alles was du, lieber Stoki, für uns, die Katholische Jungschar, getan hast.

Carina Krenn, im Namen der Jungschar


 

 

Wir alle stehen heute mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit am Sarg von unserem geliebten Pfarrer P. Stokinger.

Er war ein großer Sohn Don Boscos, ein begnadeter Priester ein herzensguter und liebevoller Mensch.

Als Pfarrer war er für uns Winklarner 22 Jahre unser geistlicher Vater, mit seiner Herzensprägung sprach er alle Bevölkerungsschichten an.

Was zeichnete P. Stokinger so aus, es bleibt wohl nur Stückwerk, wenn man es in Worten fassen will.

P. Stokinger war bis zu seinem Tod ein großer Beter, sein Sturz am Samstag war wahrscheinlich auch vor oder nach dem Rosenkranz. Er hat mir erst Anfang März erzählt, dass er oft schon sehr zeitig in der Früh im Pfarrsaal seine Runden geht um die Durchblutung seiner Füße zu fördern und dabei den Rosenkranz betet. Er hat gesagt ich kann jetzt nichts mehr machen außer für euch zu beten.

Es hat keine Sonntagsmesse in Winklarn gegeben, wo er nicht vorher im Beichtstuhl gesessen ist, ehrlich gesagt viel alleine, aber er ist da gewesen, so war er auch noch am Freitag vor seinem Tod im Beichtstuhl. Es kamen viele zu ihm in die Kanzlei zur Aussprache, um sich Hilfe, Rat oder Trost zu holen.

Die Jugend war ihm ein ganz großes Anliegen, er verstand es Vertrauen zu schenken, Begeisterung zu wecken, das hat bei der Betstunde in Winklarn eine ehemalige Jungscharführerin sehr berührend geschildert. Die Ministranten waren da genauso wichtig, er fühlte sich wohl, wenn der Altarraum mit Ministranten voll war.

Ich denke da auch an unsere Kircheninnenrenovierung die sehr viel Geld verschlang, er hat sich immer aus dem Finanziellen herausgehalten, ich habe da einen Ausspruch von ihm im Ohr „des geht sich nie aus, aber es werd´s es scho schaffen“, wir haben es auch ausfinanziert - er ließ es geschehen, schenkte uns Vertrauen, wir haben uns alle bemüht.

Geprägt von seiner Familie und  Mutter, war er ein Marienverehrer und versuchte das auch uns weiter zu geben, daher waren ihm die Maiandachten in den Dörfern draußen sehr wichtig.

Ich glaube wirklich, dass er seinem Ordensgründer Don Bosco sehr ähnlich war. Eine Spielwiese, ein offenes Pfarrheim, ein gut besuchter Gottesdienst und das gemeinsame Gebet, das waren für ihn die schönsten und wichtigsten Dinge im Leben.

 

Lieber P. Stokinger, du hast für uns alles gegeben und getan was du als Priester und Mensch machen konntest, da könnte jeder Anwesende hier sehr viel erzählen.

Als Pfarrgemeinde werden wir uns weiterhin bemühen im Geiste Don Boscos zu leben.

Ich danke dir im Namen des Pfarrgemeinderates und der ganzen Pfarrbevölkerung, du bleibst uns ein Vorbild im Glauben und in der Menschlichkeit.

Der Herrgott schenke dir die ewige Freude und Glückseligkeit.

(Alois Zehetner, PGR)