Geschichte / Chronik der Pfarre Zeiselmauer

  

zur Unbefleckten Empfängnis, vormals St. Florian

Daten zur Pfarre und Kirche

 

Zeiselmauer ist möglicherweise identisch mit der Römersiedlung  Castells Cannabiaca (möglicherweise Asturis), die auch als Wirkungsort des hl. Severin genannt wird. Der Legende nach soll der hl. Florian ebenfalls hier geboren worden sein. Reste römischer Bauten (Fahnenheiligtum) und einer alten Kirche befinden sich unter dem heutigen Gotteshaus (Grabungen 1981/83).

3. Jh.

Geburt des hl. Florian in Zeiselmauer, der nach Aufgabe
seiner Karriere in Cetium (St. Pölten) hierher zurückkehrte.
Von hieraus eilte er seinen Mitchristen in Lorch zu Hilfe, wo er sein Martyrium durch Ertränken in der Enns erlitt.
Er ist der erste österreichische Heilige und Märtyrer.

836

kommt das Gebiet an Passau.

1041

wird das Areal des alten römischen Lagers wegen der Hochwasser-gefahr       seitens der Donau um 1,5 m angehoben.

1091

(8.8.) stirbt der hl. Altmann in Zeiselmauer.

1203

kam der Passauer Bischof Wolfger von Ellenbrechtskirchen aus Wien kommend für einen kurzen Aufenthalt nach Zeiselmauer wo er dem Sänger Walter von der Vogelweide 5 solidis lognos zum Kauf eines Pelzmantels schenkte.

1292

hielt Bischof Bernhard von Passau in Zeiselmauer Gericht, wobei es um Besitzrechte in Königstetten ging.

1349

wird gemäß eines Dekretes des Bischofs Gottfried II.
von Passau vom 21. August wird Zeiselmauer eine selbst-ständige Seelsorgestation, zu der auch Muckendorf und Wipfing gehörten.Die Namen der ab diesem Zeitpunkt in Zeiselmauer tätigen Priester sind nicht überliefert.

14. Jh.

der Chor der Kirche wird im hochgotischen Stil errichtet.

1493

beauftragt Kaiser Friedrich III. den Stefan Ranshofer mit
dem Bau einer neuen Kirche (Mauern des heutigen Langhauses? Das jetzige Gewölbe stammt aus dem 16./17. Jh.).

1679

Pfarrer Georg Weh von St. Andrä lässt die Sakristei errichten.

1683

Zerstörung durch die Türken.

1685

Wiedererrichtung der Kirche – unser heutiges Gotteshaus.

1697

neuer Hochaltar (nicht mehr erhalten).

1761

bekommt Zeiselmauer vom Passauer Weihbischof eine Reliquie des hl. Florian aus Krakau

1784

am 1. Juli wurde Franz Weinberger als erster Pfarrer in Zeiselmauer nach Wiedererrichtung dieser Pfarre feierlich eingeführt – über Auftrag der Cameraladministration wurde ein Pfarrhof erbaut.

 

1785

Die Pfarre Zeiselmauer unterstand bisher dem Bischof in Passau und ab jetzt der neu geschaffenen Diözese St. Pölten.

1796

Florianibild von Jahnn Martin Grasslinger, Maissau.

 

 

1806

Übertragung der Uhr und des Sterbeglöckleins aus Mauerbach;Veränderungen im Auszug des Hochaltares (Herz-Jesu statt Florianistatue, diese befindet sich heute in der Florianikapelle) Glocke von Josef Schmidt, Wien.

1848

Orgel von Josef Loyp, Wien (nicht erhalten).

1856

Erhöhung des Mauerwerks am Turm, neues Turmdach in Pyramidenform statt Zwiebelhelm).

1881

wurde Anton Schnepf Pfarrer von Zeiselmauer – sein erstes Bemühen war eine Generalsanierung des Pfarr-hofes, der in einem schlechten Zustand war und auch die Instandsetzung der Kirche wurde in Angriff genommen.

1894

Erneuerung der Orgelempore.

1903

Pfarrhofneubau.

1926

gab es einen Kirchturmbrand, welcher von der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes erfolgreich bekämpft wurde, sodass kein allzu großer Schaden entstand.

1948

Glockenweihe (Magna Mater Austriae, St. Josef, St. Florian und Zügenglöcklein), das ca. 250 Jahre alte Zügenglöcklein – ein Geschenk der Kartause Mauerbach - mußte während der Kriege nicht abgeliefert werden und hängt heute noch im Glockenstuhl, goldenes Priesterjubiläum von Pfarrer Josef Matz.

1951

Priester/Ehrendechant Ferdinand Kreutzer wirkte vom
1. Dezember 1951 – 31. August 1976 segensreich als Pfarrer in Zeiselmauer. Als Pfarrer i. R. wohnte er in Zeiselmauer und war seelsorglich sehr viel in Muckendorf und als Aushilfspriester unterwegs. Ehrendechant Kreutzer verstarb am 24. November 1993 im 89. Lebensjahr und im 63. Jahr seines Priestertums. Er wurde am 3. Dezember 1993 in Zeiselmauer zur letzten Ruhe bestattet. Seine Schwester Johanna (Pfarrhaushälterin) starb 1995.

 

1955

Aufbahrungshalle feierlich eingesegnet

1960

Außenrenovierung (div. Freilegungen).

1965

Die Kirche erhält eine elektrische Heizung.

1968

Der Pfarrhof wird mit einer Zentralheizung ausgestattet.

1973

Die Glocken der Pfarrkirche werden elektrisch betrieben.

1981

Ausgrabungen unter der Kirche.

1995

Die neue Glocke der Kapelle Muckendorf wurde gesegnet.

1998

Lorenz Denner wird zum Diakon geweiht.

2000

Totalrenovierung der Pfarrkirche (Vergrößerung der Empore, Errichtung eines Glasvorbaues und Abganges zur Unterkirche, Pfeilersanierung und Herstellung barrierefreier Eingänge.

2002

Generalvisitation durch den Diözesanbischof von St. Pölten Dr. Kurt Krenn, Renovierung des Kirchendaches.

2003

Renovierung der Annakapelle.
Festgottesdienst anläßlich 800 Jahre Walther von der
Vogelweide in Zeiselmauer.

2004

Feier anlässlich 1700 Jahre Martyrium Heiliger Florian.

2005

Einweihung der renovierten Ortskapelle in Muckendorf.

2006

In der Sakristei werden einer neuer Wasseranschluss und außerhalb eine Toilette installiert.

2007

GR Jan Wladyslaw Murzyn feiert sein goldenes Priesterjubiläum, Erneuerung der Friedhofsmauer, Restaurierung des Allerseelenaltares.

2008

Eine moderne Übertragungsanlage mit Lautsprecher und
eine elektronische Liederanzeigetafel wird angeschafft.

2009

Renovierung des Florianialtares mit Errichtung eines Reliquienschreins.

2010

Renovierung des Außensockels der Kirche.

2011

Austausch der alten Ölheizung im Pfarrhof gegen eine neue Pelletsheizung

2012

Verabschiedung von Pfarrer Jan W. Murzyn,
neue Altarraumbeleuchtung,

Ausmalen des Kirchenschiffes und Retaurierung d. Apsis,

Pfarrverband mit St. Andrä-Wördern ab 1. Sept. 2012

2013

Innensanierung des Pfarrhofes und Beginn der Außensannierung;Restaurierung der Statue des Hl. Leopold

2014

Abschluß der Außensanierung des Pfarrhofen,

neue Sitzauflagen und Ablagefächer in den Kirchenbänken,

Kabarettabend der Pfarre in der Römerhalle
mit Torsten Hebel

2015

Erneuerung der Technik der Kirchenglocken,

Restaurierung der Orgel

 

 

 

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Kontakte
Pfarrer
Mag. Marian Lewicki
Kirchenplatz 3
3423 St. Andrä-Wördern
Tel. +43(0)2242/32 214
pfarramt.staw@aon.at

Diakon Lorenz Denner
Tel. +43(0)2242/72 245
Handy 0664/344 67 52
diakonlorenz@aon.at

Bürostunden für alle
Pfarrangehörige jeden
Dienstag v. 16 - 19 h
im Pfarrheim -

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