Sakramente und pastorale Begleitung

 

Beistand Gottes an Wendepunkten des Lebens 

 

Sakramente, wörtlich "Heilszeichen", werden uns durch die Kirche an Wendepunkten und einschneidenden Ereignissen unseres Lebens gespendet.
Bei einer Geburt (Taufe), dem Erwachsenwerden (Firmung) und bei der Eheschließung bitten wir um den Beistand Gottes.
Die Erfahrung von Schuld (Buße), die uns oft nicht erspart bleibt, und schwere Krankheit (Krankensalbung) sind Ereignisse, bei denen wir Halt suchen und eine Deutung verlangen.

Die Verbindung mit Gott wird in der heiligen Messe (Eucharistie) gepflegt und vertieft.

Berufene stellen sich ganz in die Nachfolge Jesu (Priesterweihe).


Vielen Menschen drängen sich folgende Fragen auf:

·         Worauf kommt es in meinem Leben an?

·         Was gibt meinem Leben Halt und Ziel?

·         Worauf kann ich mich verlassen?

In solchen Situationen dürfen wir Christinnen und Christen auf Gott vertrauen. In Jesus Christus, der auch als Ursakrament bezeichnet wird, hat Gott für uns alle sichtbar seine Liebe und Menschenfreundlichkeit gezeigt.

 

Die Pfarrgemeinde ist der Ort an dem die Sakramente gespendet werden und auch die Vorbereitung darauf stattfindet.

 

Wiederaufnahme 

 

 

Für Menschen, die aus der röm.-kath. Kirche ausgetreten sind, gibt es das Angebot, wieder in die Glaubensgemeinschaft aufgenommen zu werden.

 

Begräbnis 

 

Im Trauerfall darf die Kirche bei den Betstunden, beim Requiem und dem kirchlichen Begräbnis den Trost und Beistand Gottes vermitteln. 

 


 

Theologische Information 

 

Die Kirche als Grundsakrament 

 

Die Kirche streckt in den sieben Sakramenten im Auftrag Jesu die Hände aus. Sie führt zur Begegnung mit ihm, sie lädt ein sich seinen Händen anzuvertrauen. In ihrer Gemeinschaft, in der Spendung der Sakramente kann für uns Menschen in wichtigen Lebenssituationen die Zuverlässigkeit und Liebe Gottes erfahrbar werden. An jedem einzelnen liegt es, ob er das Angebot annimmt. Sakramente zeigen zwar die Treue Gottes an, sie üben aber keine magische Kraft aus. Vielmehr verlangen sie ehrliche Bereitschaft, sich der Hand Gottes anzuvertrauen. Das meint "glauben".

 

Vorbereitung auf die Sakramente

 

Das Gespräch mit einem/r Seelsorger/in bzw. die Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf den Empfang der Sakramente dienen dazu, deren Sinn bewusst zu machen und die Glaubenden einzustimmen auf die im Sakrament erfahrbare Zuwendung Gottes.