Michaelskapelle

Die unmittelbar neben der Johanneskirche befindliche Michaelskapelle wird urkundlich erstmals 1383 genannt, sie stammt aber mit Sicherheit aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Kapelle war im Inneren ursprünglich flach gedeckt, das heute noch bestehende Kreuzrippengewölbe stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts. Die Wandmalereien im Gratgewölbe des Chorschlusses hingegen stammen bereits aus der Zeit um 1470/80, sie zeigen den thronenden Christus, umgeben von Engeln und den Evangelistensymbolen. Die dekorative Malerei im Langhaus steht noch in mittelalterlicher Tradition, wurde aber erst bei der Umgestaltung durch Propst Georg Ursylvanus 1587 aufgetragen. Auf einer sehr tiefen Putzschicht finden sich in der Apsis vier Weihekreuze.

Die Michaelskapelle diente ursprünglich wohl als Grabkapelle, bis zur Restaurierung 1966-68 war sie als Sakristei in Verwendung.