Rundkarner

Der spätromanische Karner stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird erstmals 1383 als Kapelle zum hl. Matthias und zur hl. Agnes urkundlich erwähnt. Der aus Bruchsteinen ausgeführte Rundbau mit einem Kellergewölbe als Beinhaus zeigt im Osten eine halbrund hervortretende Apsis und im Westen ein einfaches steinernes Rundportal. Das abgestufte Schindeldach, das 2013 erneuert wurde, entstammt der Barockisierung des 18. Jahrhunderts.

Im Innern finden sich besonders im Bereich der Apsis, aber auch im Gewölbe, unter Putzschichten verborgen, figurale Fresken mit erhabenen Koronen (Heiligenscheinen) aus Terrakotta, die in das frühe 14. Jahrhundert zu datieren sind. Ähnliche Darstellungen gibt es in Österreich nur in Krems/Stein und in Gurk. Aus konservatorischen Gründen hat man sich aber entschlossen, sie nicht freizulegen. Das Deckengemälde in der Kuppel, das Jüngste Gericht darstellend, stammt vom Zwettler Maler Hans Neumüller aus dem Jahr 1940.

2013/14 wurde der Karner saniert, das Mauerwerk trockengelegt, der äußere Eingang in das Untergeschoß freigelegt und das Deckengemälde restauriert.